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Analysten von JP Morgan erwarten langfristig einen Bitcoin-Kurs von 146.000 Dollar

·Lesedauer: 2 Min.

Experten der US-Bank beobachten einen Wettbewerb zwischen Bitcoin und Gold. Die aktuelle Rally halten sie allerdings für spekulativen Wahnsinn.

Der Bitcoin könnte langfristig als Wertanlage so beliebt werden wie Gold. Das glauben zumindest die Analysten der US-Bank JP Morgan. Sie halten bei der Kryptowährung deshalb einen Kurs von 146.000 Dollar für realistisch. Das wäre ein Anstieg von rund 350 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau von rund 31.000 Dollar.

In ihrer am Montagabend veröffentlichten Studie verweisen die JP-Morgan-Experten darauf, dass immer mehr Investoren Geld aus Gold-ETFs abziehen und im Bereich Bitcoin investieren. Allein seit Oktober seien sieben Milliarden Dollar aus Gold-ETFs abgeflossen, wohingegen der Bitcoin Trust des Fondsmanagers Grayscale im selben Zeitraum um drei Milliarden Dollar gewachsen sei. „Der Wettbewerb von Bitcoin mit Gold hat in unseren Augen bereits begonnen“, schreiben die Analysten um Nikolaos Panigirtzoglou.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Millennials – also Menschen, die im Zeitraum der frühen 1980er- bis zu den späten 1990er-Jahren geboren wurden. Diese bevorzugen laut JP Morgan „digitales Gold“, also Bitcoin, gegenüber traditionellem Gold.

Da die Millennials im Laufe der Jahre zu einem wichtigeren Bestandteil des Anlegeruniversums werden, würde die Akzeptanz für den Bitcoin steigen. Private und institutionelle Investoren würden dadurch ihre Positionen mit der Zeit zugunsten der Cyberdevise umschichten.

Langfristig erwarten die Analysten, dass sich die Investitionen in Gold und Bitcoin angleichen werden. Daraus errechnen sie ein Kursziel von 146.000 Dollar. „Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass eine Konvergenz der Volatilitäten zwischen Bitcoin und Gold schnell eintritt. Wir denken, dass dies ein mehrjähriger Prozess ist“, schreiben die Experten.

Spekulative Anleger treiben die Rally an

Das Kursziel ist demnach nicht als Jahresprognose zu verstehen. Aktuell beobachtet JP Morgan vielmehr einen „spekulativen Wahnsinn“. Dieser könne den Bitcoin zwar in Richtung 50.000 und 100.000 US-Dollar befördern, sie bezweifeln aber, dass sich solche Preisniveaus als nachhaltig erweisen würden. Denn die Rally sei nicht nur von langfristigen Investoren getrieben, sondern auch von spekulativen Anlegern.

Der Bitcoin hat seit dem vergangenen Jahr mehr als 300 Prozent an Wert gewonnen und hat am vergangenen Sonntag zum ersten Mal die Marke von 34.000 Dollar durchbrochen. Am Montag gab er aber um bis zu 17 Prozent nach.

Wegen der hohen Volatilität sehen viele Investoren die älteste und wichtigste Kryptowährung kritisch und in der aktuellen Rally eine Blasenbildung. Andere Investoren wiederum, wie Paul Tudor Jones, Scott Minerd und Stan Druckenmiller, sehen den Bitcoin als Absicherung gegen eine Inflation. Das Finanzunternehmen Paypal kündigte zudem an, seinen Kunden das Bezahlen mit Bitcoins zu ermöglichen, was die Nachfrage zusätzlich anheizt.