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Analyse: Urlauber müssen für Mietautos in beliebten Ferienzielen deutlich mehr zahlen

Wer im Urlaub mit einem Mietwagen im Ausland reisen will, muss dafür in beliebten Ferienländern derzeit deutlich mehr Geld ausgeben. Die Preise für Mietautos hätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Spanien, Frankreich und Italien stark angezogen, heißt es in einer Analyse der Buchungsplattform billiger-mietwagen.de, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlag.

In Spanien haben die Tagespreise laut der Analyse von über 50.000 Buchungen in zehn europäischen Staaten im Mai und Juni am stärksten zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum seien die Preise dort insgesamt um 23 Prozent gestiegen. In der Mittel- sowie Kompaktklasse würden im Schnitt elf beziehungsweise sieben Euro mehr pro Tag fällig.

In Frankreich müssen Urlauber den Angaben zufolge ebenfalls mit höheren Preisen rechnen: Im Schnitt sei ein Mietwagen aktuell zehn Prozent teurer als noch im Jahr zuvor. In Italien liege dieser Anstieg bei sechs Prozent. Kaum eine Veränderung habe es in den Niederlanden gegeben.

In den meisten der insgesamt zehn ausgewerteten Länder seien die durchschnittlichen Preise für Mietwagen jedoch gesunken. Am stärksten sei der Rückgang der Tagespreise in Bulgarien mit 42 Prozent. Ein weiteres vergleichsweise starkes Einsparpotenzial misst die Untersuchung auch für Österreich und Portugal. Leichte Rückgänge wurden demnach auch in Ungarn, der Schweiz und Belgien festgestellt.

"Die Mietwagen-Preise verzeichnen besonders in beliebten Reisezielen wie Spanien einen vergleichsweise hohen Anstieg. Das könnte unter anderem auf strengere Auflagen und kleinere Flotten durch die Corona-Krise zurückzuführen sein", erklärte Frieder Bechtel von billiger-mietwagen.de. Er riet Verbrauchern zum Vergleichen der Preise.