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ANALYSE/Pictet Wealth Management: Coronavirus Hauptrisiko für Konjunkturerholung

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den tiefen Einschnitten der Corona-Krise im vergangen Jahr blicken die Wirtschafts- und Anlageexperten des Vermögensverwalters Pictet Wealth Management zuversichtlich auf 2021. "Die Erholung der Weltwirtschaft setzt sich fort", sagte Christophe Donay, Leiter der Abteilung Asset Allocation & Macroeconomic Research, am Donnerstag im Rahmen eines Marktausblicks.

Donay rechnet in seinem Basisszenario mit einem Wachstum des weltweiten realen Bruttoinlandsprodukts um 5,6 Prozent. Im günstigsten Fall könnte das Wirtschaftswachstum sogar 6,3 Prozent betragen und im schlechtesten Szenario immer noch 4,7 Prozent.

Regional betrachtet dürfe die chinesische Volkswirtschaft besonders stark zulegen: Nach dem für 2020 prognostizierten relativ schwachen Wachstum von 2,1 Prozent erwartet Donay für das laufende Jahr ein Plus von 9,3 Prozent. "Die chinesische Wirtschaft kehrt weder in den Normalzustand zurück", sagte der Experte. So dürfte der Konsum nun auf breiter Basis anziehen. Zudem habe der Autoabsatz in China bereits jetzt schon wieder in etwa das Vorkrisenniveau erreicht.

Derweil traut Donay den USA mit einem Plus von 4,7 Prozent ein etwas höheres Wachstum zu als den europäischen Volkswirtschaften, für die er im Schnitt einen Zuwachs von 4,3 Prozent erwartet. Grund dafür seien die billionenschweren staatlichen Hilfen, die der designierte US-Präsident Joe Biden im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auflegen will.

Die optimistischen Prognosen beruhen aber auf Annahmen. So geht Donay davon aus, dass nicht nur in den USA, sondern auch weltweit die Staatsausgaben zur Bekämpfung der Krise hoch bleiben. Auch die Notbanken müssten entsprechend an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten. Zudem sollten die Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China zwar auch unter dem demokratischen Präsidenten Biden angespannt bleiben, sie dürfen aber nicht eskalieren.

Die wichtigste Voraussetzung ist laut Donay, dass 2021 genug Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Andernfalls würde die Bevölkerung nicht wie erhofft durch einen höheren Konsum mehr Geld in die Wirtschaft pumpen, sondern mehr sparen. Aktuell gehen die Impfungen noch schleppend voran, mahnte der Experte. So ist in Frankreich die Impfkampagne bislang nur mühsam angelaufen.

Für Investoren bedeutet dieses optimistische Wachstumsszenario Pictet zufolge, dass risikobehaftete Anlagen attraktiv bleiben dürften. Laut dem Chefanlagestrategen Cesar Perez Ruiz könnten etwa Aktien davon profitieren, dass sich das höhere Wachstum entsprechend im Gewinnwachstum der Unternehmen widerspiegeln sollte. Zudem dürften sich in diesem freundlichen Umfeld durch Fusionen und Übernahmen Chancen für Anleger ergeben. Aus Branchensicht bevorzugt der Experte zyklische Sektoren wie die sehr konjunkturabhängigen Werte aus dem Bereich Rohstoffförderung.

Im Anleihesektor findet Pictet vor allem Hochzinsanleihen und Wertpapiere aus Schwellenländern interessant. Diese Anlageklassen seien zwar riskanter als Staatsanleihen, böten aber im Gegenzug in ausgewählten Bereichen attraktive Renditen.