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ANALYSE: Micron als Profiteur des KI-Hypes - Deutsche Bank hebt auf 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Hype um die Künstliche Intelligenz (KI) dürfte nach Einschätzung von Deutsche Bank Research Micron Technology US5951121038 weiter antreiben. Der US-Chiphersteller sei mit seinen DRAM-Speicherelementen der technologische Marktführer und der Konkurrenz ein bis zwei Quartale voraus, schrieb Analyst Sidney Ho in einer am Montag vorliegenden Studie. Die nun steigenden Preise für DRAM seien der Start eines längeren Aufwärtszyklus.

Die DRAM-Preise hätten mindestens ein Quartal früher angezogen als erwartet, das Schlimmste des Abwärtszyklus sei damit wohl vorbei. Grund sei die Nachfragestärke aus dem Bereich der Server für KI. Diese Preissteigerungen dürften nachhaltig sein und sich in den beiden Folgequartalen weiter beschleunigen, weil das Chip-Angebot langsamer steige als die Nachfrage. Denn die Chip-Hersteller hätten allesamt aggressiv ihre Produktion gekürzt.

Ho geht davon aus, dass Micron für das November-Geschäftsquartal Umsätze und Ergebnisse über den Markterwartungen signalisieren wird. Deshalb erhöht der Experte seine Schätzungen und stuft Micron von "Hold" auf "Buy" nach oben.

Das Kursziel hebt Ho von 65 auf 85 US-Dollar an. Vor dem Wochenende ist die Micron-Aktie bei knapp 70 Dollar aus dem US-Handel gegangen, das Kursziel signalisiert also ein Aufwärtspotenzial von rund einem Fünftel.

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Aus Sicht der Deutschen Bank hat sich Micron in zuletzt schwierigen Zeiten besser geschlagen als gedacht. Mittlerweile sei das Schlimmste aber überstanden, also überquellende Lager bei gleichzeitig schwacher Nachfrage wegen der mauen Weltkonjunktur. KI dürfte für frischen Wind sorgen, der länger anhalten könnte: Frühere Aufwärtszyklen hätten laut Ho meist vier bis sechs Quartale gedauert, was Micron über diesen Zeitraum deutlich bessere Margen bescheren dürfte.

Der Analyst argumentiert, dass der Markt die Stärke der jüngsten Preisanstiege unterschätzt habe. Er rechnet deshalb damit, dass der Marktkonsens in den nächsten sechs Monaten rasant steigen werde. Schon zu Beginn früherer Zyklen habe Micron von Preisanstiegen zwischen 15 und 20 Prozent gesprochen. Für weiteren Auftrieb könnten HBM3e-Chips sorgen, bei denen Micron für 2024 steigende Marktanteile in Aussicht gestellt habe.

Größter Unsicherheitsfaktor für diese vielversprechende Entwicklung ist China, wie Ho mit Verweis auf den chinesischen Technologiestreit mit den USA weiter schreibt. Micron könne zwar Marktanteile in anderen Ländern gewinnen, eventuelle Exportverbote von US-Chips nach China würden Micron dennoch kurzfristig bremsen. Zuletzt hatte das mögliche iPhone-Verbot an der Arbeit für chinesische Staatsangestellte für Aufsehen in der amerikanischen Chip-Branche gesorgt.

Mit der Einstufung "Buy" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate den Kauf der Aktie./niw/ag

Analysierendes Institut Deutsche Bank

Veröffentlichung der Original-Studie: 17.09.2023 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT
Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 17.09.2023 / 18:16 / GMT