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ANALYSE: Jefferies gibt Optimismus für Sixt auf wegen Konjunkturrisiken

NEW YORK (dpa-AFX) - Das Analysehaus Jefferies hat wegen konjunktureller Unsicherheiten seine Kaufempfehlung für die Sixt-Stammaktien <DE0007231326> aufgegeben. Die im MDax <DE0008467416> enthaltenen Papiere des Autovermieters wurden von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 130 auf 115 Euro gesenkt. In Verbindung mit der generellen Wirtschaftslage fürchtet Analyst Constantin Hesse negative Auswirkungen auf das Reisegeschäft, die im kommenden Jahr das Wachstum kurzfristig bremsen könnten.

Den Schritt ergriff der Experte in einer am Mittwoch vorliegenden Strategiestudie zu mittelgroßen Werten aus dem deutschsprachigen Raum. In dieser zogen der Analyst und seine Kollegen ein Fazit der Berichtssaison zum Halbjahr. Angesichts der sich abzeichnenden Rezessionsrisiken sowie der stark gestiegenen Fremdkapitalkosten nehmen sie eine generell vorsichtigere Haltung ein. Die Folge waren Kurszielsenkungen für eine Schar an Aktien aus dem MDax und SDax <DE0009653386>.

Der Autovermieter zählt für Hesse zwar weiterhin zu den besten Anbietern im Segment. Auch gewinne Sixt wohl weitere Marktanteile. Allerdings glaubt der Experte, dass sich auch die Preisentwicklung zeitnah normalisieren wird wegen einer wieder anziehenden Verfügbarkeit von Mietwagen, was dann an der Profitabilität zehren würde. Er befürchtet daher, dass der Vorsteuergewinn im Jahr 2023 sinken wird.

Der Experte verwies angesichts der Abstufung auch auf eine aktuell faire Bewertung der Stammaktien, die seit dem Kapitalmarkttag Anfang Juli einen zumindest zeitweise guten Lauf hinter sich gehabt hätten. Davor waren sie noch zeitweise unter 100 Euro gehandelt worden, bis Anfang August hatten sie sich dann aber erholt bis auf 127 Euro. Mittlerweile ist die Aktie wieder unter 100 Euro zurückgefallen. Das Kursziel von 115 Euro verspricht daher immerhin 17 Prozent Potenzial.

Entsprechend der Einstufung "Hold" erwarten die Analysten von Jefferies im Normalfall, dass die Aktie auf Zwölfmonatssicht eine Gesamtrendite (Kursgewinn + Dividende) von bis zu 15 Prozent, aber auch einen Kursverlust (abzüglich Dividende) von bis zu 10 Prozent erreichen kann./tih/ajx/mis

Analysierendes Institut Jefferies.

Veröffentlichung der Original-Studie: 30.08.2022 / 15:56 / ET Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 30.08.2022 / 19:00 / ET