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ANALYSE/Deutsche Bank bleibt trotz Kursverfall bei Teamviewer skeptisch - 'Hold'

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Den gestrichenen positiven Einschätzungen zahlreicher Analysten zu Teamviewer <DE000A2YN900> samt kräftiger Kurszielsenkungen ist nun auch die Deutsche Bank gefolgt. Wie Analyst Gianmarco Conti in seiner an diesem Dienstag veröffentlichten Studie schrieb, sieht er in der Gewinnwarnung des Anbieters von Software für Fernwartungs- und Videokonferenzen vom vergangenen Mittwoch nicht nur ein "Großreinemachen" des Managements.

Zwar habe er Zielsenkungen durch das Unternehmen bereits erwartet, doch das Ausmaß habe ihn überrascht. Es gehe damit nicht nur um einen temporären Rückschlag bei Teamviewer, sondern um einen strukturellen Trend, mit dem das Unternehmen zu kämpfen habe, resümierte der Analyst. Er strich das Kursziel von 40,00 Euro auf 16,50 Euro zusammen, beließ es nach dem Kurseinbruch aber bei einer Abstufung von "Kaufen" auf "Halten".

Die Konkurrenz gerade durch Billiganbieter nehme zu und auch die Kostenbasis sei gestiegen, was im weiteren Zeitverlauf auf das Wachstum und die Profitabilität von Teamviewer drücken dürfte. Daher habe er seine Zweifel, ob die Prognosen inzwischen konservativ genug seien für einen Einstieg in diese Anlagestory.

Eine detaillierte Analyse der Branchenumgebung, in der unter anderem einige aktuelle und frühere Kunden von Teamviewer befragt worden seien, lege das Risiko weiterer Marktanteilsverluste für Teamviewer nahe. Die neue Prognose des Managements für das mittelfristige Wachstum der den Kunden in Rechnung gestellten Umsätze (Billings) im hohen Zehnerprozentbereich sei möglicherweise nicht so konservativ, wie es scheine. Allem Anschein nach beruhe sie nämlich offenbar auf weiteren Preiserhöhungen für einige Kunden im vierten Quartal.

Zugleich belaste eine ineffiziente Verkaufsstrategie des Unternehmens mit einer eventuell nötigen Restrukturierung möglicherweise das Umsatzwachstum.

Teamviewer bleibe daher vorerst eine "show-me-Story". Der Softwarekonzern müsse zunächst einmal wieder über mehrere Quartale mit besser als erwarteten Zahlen und Prognoseanhebungen überzeugen und die Konsensschätzungen übertreffen. Das aber sei herausfordernder als es auf den ersten Blick erscheine.

Der anstehende Kapitalmarkttag Anfang November werde wohl noch nicht der Zeitpunkt sein, der die Investoren überzeugen dürfte, wieder in die Aktie einzusteigen.

Mit der Einstufung "Hold" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate, die Aktie weder zu kaufen noch zu verkaufen./ck/mis/men

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

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