Deutsche Märkte geschlossen

ANALYSE: Commerzbank stampft wegen Corona Erwartungen im Industriesektor ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Schnitt um neun Prozent kappt die Commerzbank wegen der Coronaviruskrise die operativen Gewinnschätzungen für den Industriesektor <EU0009658905>. Am stärksten betroffen von einem schwachen ersten Quartal und einer langsamen Erholung in China sei der finnische Kone-Konzern <FI0009013403>, schrieben die Experten um Sebastian Growe in einer am Freitag vorliegenden Studie.

Der momentane Kursrutsch sei derweil völlig undifferenziert, wodurch sich in Werten mit strukturellem Wachstum, ordentlichen Barmittelzuflüssen und vergleichsweise langfristigen Auftragsbüchern entsprechende Chancen böten, hieß es. Die Experten heben hier insbesondere den Staplerhersteller Kion <DE000KGX8881>, den Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall <DE0007030009> sowie den Windkraftanlagenbauer Vestas <DK0010268606> positiv hervor.

Growe und seine Kollegen schraubten die Kursziele für die meisten Werte des Industriesektors herunter. Mit "Reduce" bleibt ihre Einschätzung für Jungheinrich <DE0006219934>, Kone, Krones <DE0006335003>, Schmolz und Voestalpine <AT0000937503> besonders skeptisch. Unverändert zum Kauf empfohlen werden Airbus <NL0000235190>, Andritz <AT0000730007>, Befesa <LU1704650164>, Bilfinger <DE0005909006>, Dürr <DE0005565204>, Gea, Hochtief <DE0006070006>, Kion, Nordex <DE000A0D6554> Rheinmetall, RHI Magnesita <AT0000676903>, Siemens <DE0007236101>, Steico, Thyssenkrupp <DE0007500001>, Trelleborg und Vestas.