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Altmaier und Wirtschaftsvertreter gegen Holzexportverbote

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will die Entwicklung bei den stark gestiegenen Holzpreisen gemeinsam mit den Ländern genau beobachten. Auch bleibe man mit der Branche dazu im Austausch, erklärte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch nach einem Gespräch von Ressortchef Peter Altmaier (CDU) mit Vertretern des Handwerks sowie der Bau- und Holzwirtschaft. Dabei sei über eine verstärkte Nutzung von Preisgleitklauseln und Erleichterungen für Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen diskutiert worden.

"Es bestand Einvernehmen unter den Beteiligten, dass die Nutzung von Holz weiter gestärkt werden soll und es gleichzeitig zunächst einer Beruhigung des Marktes bedarf." Exportverbote und andere Handelsbeschränkungen seien dagegen kein geeignetes Mittel, erklärte das Ministerium weiter. Das sehe auch die Wirtschaft so.

Das Gespräch fand vor dem Hintergrund steigender Preise und Lieferengpässen bei Holz und anderen Bauprodukten statt. Vor allem die große Nachfrage aus den USA und China treibt die Holzpreise in die Höhe. Aber auch andere Baumaterialien haben sich verteuert, so dass sich Branchenvertreter beklagen. So berichtete die Bundesvereinigung Bauwirtschaft Anfang des Monats, dass wegen der Materialknappheit mehr Firmen Kurzarbeit anmelden müssten.

Eine Möglichkeit, über die diskutiert wird, sind Preisgleitklauseln. Damit können Rohstoffkosten variabel an Kunden weitergegeben werden. Der Umgang mit der Rohstoffknappheit ist in Bund und Ländern umstritten. Während der CDU-Politiker Altmaier Exportbeschränkungen ablehnt, sehen dies mehrere SPD-Landesminister als letztes Mittel an. So sagte der Forstminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, am Mittwoch: "Eigentlich müsste man in Deutschland den Export von Holz nach Amerika unterbinden."