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Altmaier will Autoindustrie mit Milliardenpaket helfen

·Lesedauer: 3 Min.

Der Bundeswirtschaftsminister schnürt ein Hilfspaket für die Automobil- und Zulieferindustrie. So will er Digitalisierung, Automatisierung und alternative Antriebe fördern. Altmaier konkretisiert damit die Beschlüsse des Corona-Konjunkturpakets.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht sich bei einem Besuch eines Forschungszentrums des Automobilherstellers BMW gemeinsam mit Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, den Elektromotor eines Wasserstoffzellen-Antriebsstrang-Exponats an. Mit dem Milliardenpaket investiert der Bund in alternative Antriebe. Foto: dpa
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht sich bei einem Besuch eines Forschungszentrums des Automobilherstellers BMW gemeinsam mit Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, den Elektromotor eines Wasserstoffzellen-Antriebsstrang-Exponats an. Mit dem Milliardenpaket investiert der Bund in alternative Antriebe. Foto: dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die Automobil- und Zulieferindustrie mit einem zwei Milliarden Euro schweren Hilfspaket dabei unterstützen, den tief greifenden Transformationsprozess der Branche zu bewältigen. Altmaier hat dazu ein Papier, das die einzelnen Maßnahmen skizziert, in die Ressortabstimmung gegeben. Das Papier liegt dem Handelsblatt vor.

Ziel des Programms sei es, die Transformation zu beschleunigen, die Innovationskraft zu stärken, die Datennutzung voranzutreiben und dazu beizutragen, „dass Deutschland in Zeiten alternativer Antriebe, Digitalisierung und Automatisierung Weltspitze bleibt“.

Mit seiner Initiative konkretisiert Altmaier die Beschlüsse der Bundesregierung für ein Corona-Konjunkturpaket von Anfang Juni. Dort ist das Hilfsprogramm für „Zukunftsinvestitionen der Fahrzeughersteller und Zulieferindustrie“ als eine von insgesamt 57 Einzelmaßnahmen angekündigt.

Die zwei Milliarden Euro sollen auf die Jahre 2020 bis 2024 verteilt werden. „Mit diesen Mitteln wollen wir eine nachhaltige, schnelle und technologieoffene Transformation der Fahrzeugbranche in Gang setzen. Hierfür sind Investitionen in neue Konzepte und Verfahren, neue Produkte, Qualifizierung und Produktionsanlagen notwendig“, heißt es in dem Papier aus dem Wirtschaftsministerium.

Die Automobilindustrie steht vor gravierenden Einschnitten. Das bisherige Geschäftsmodell – Autos mit Verbrennungsmotor zu entwickeln und zu perfektionieren – trägt nicht mehr allein. Die Unternehmen müssen sich rasch auf neue Antriebsvarianten einstellen, insbesondere auf die Produktion batteriebetriebener Autos.

Wachsende Klimaschutzanforderungen sorgen dafür, dass diese Prozesse weitaus schneller erfolgen müssen als vor wenigen Jahren gedacht. Außerdem erfordert der Einstieg in Konzepte für autonomes Fahren Milliardeninvestitionen. Bei der Elektromobilität und auch beim autonomen Fahren machen Konkurrenten wie Tesla und die US-Internetgiganten den deutschen Herstellern die Führungsrolle streitig.

„Die Umstellung auf E-Mobilität und andere alternative Antriebe, neue Systemstrukturen im Fahrzeug, neue Möglichkeiten im Leichtbau und nicht zuletzt das automatisierte und vernetzte Fahren fordern neue Lösungsansätze“, schreiben die Autoren aus dem Bundeswirtschaftsministerium. „Software bekommt dabei einen immer höheren Stellenwert. Künstliche Intelligenz wird für das autonome Fahren benötigt, aber auch für zahlreiche andere Einsatzfelder wie die Optimierung des Stromverbrauchs im E-Auto“, so die Analyse. Es seien „neuartige Fahrzeug- und Antriebskonzepte sowie Kapazitätssteigerungen der bestehenden Infrastruktur durch digitale Lösungsansätze gefordert“.

Das Programm soll drei Säulen umfassen. Das erste Modul soll Investitionen in neue Anlagen, in Industrie 4.0 und den Umweltschutz fördern und so die Transformation der Produktion selbst unterstützen.

Das zweite Modul soll Erforschung und Entwicklung von Innovationen unterstützen, wie KI-Anwendungen und neue Antriebe, und so die Transformation der Produkte vorantreiben. Das dritte Modul soll den Unternehmen dabei helfen, gemeinsam Innovationscluster aufzubauen, und die Transformation in die Breite tragen.

Im Bundeswirtschaftsministerium geht man davon aus, dass das Programm zum 1. Januar 2021 in Kraft treten und der größte Teil der Projekte 2021 starten kann. Erste Projekte würden aber bereits jetzt über das bestehende Programm „Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien“ gestartet und bewilligt, heißt es im Ministerium.