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Althusmann: 'Brücken-Lockdown' kein Widerspruch zu Modellprojekten

·Lesedauer: 1 Min.

HANNOVER (dpa-AFX) - Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat den Vorschlag eines "Brücken-Lockdowns" von CDU-Chef Armin Laschet gegen Kritik aus der SPD verteidigt. Wenn andere Alternativen nicht greifen sollten, müsse man "als letzte Notbremse einen wirklich knallharten Lockdown in Betracht ziehen", sagte der CDU-Landesvorsitzende am Dienstag. Einen Widerspruch zu den niedersächsischen Modellprojekten mit Öffnungen von Geschäften, Cafés und Kultureinrichtungen in mehreren Kommunen sehe er darin nicht.

"Was mich jedoch irritiert, ist die offenbar parteipolitisch motivierte Ablehnung einer Idee, die vor wenigen Tagen noch von einigen anderen in der Ministerpräsidentenkonferenz geteilt wurde", sagte Althusmann. "Besser wäre es, jetzt zusammenzuhalten. Nur so behalten wir die Lage mit Blick auf womöglich steigende Zahlen und zunehmend stärker belegte Intensivstationen im Griff."

Ministerpräsident Stephan Weil hatte Laschets Vorstoß zuvor kritisiert und vor Aktionismus gewarnt. "Solche Vorschläge tragen zur Verunsicherung der Menschen bei, helfen uns aber nicht bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens", sagte der SPD-Politiker.

Der sogenannte "Brücken-Lockdown" könnte Laschet zufolge helfen, die dritte Corona-Welle einzudämmen, bis mehr Menschen geimpft sind.