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Allianz-Chef: Marktpanik wegen Coronavirus nicht gerechtfertigt

Lucca de Paoli und Suzy Waite

(Bloomberg) -- Der Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, des größten europäischen Versicherers, sieht eine Überreaktion der Märkte auf die Bedrohung durch das sich rasch ausbreitende Coronavirus. Er rechnet nur mit kurzfristigen Folgen für die Weltwirtschaft.

In einem Interview mit Bloomberg Television in London sagte Oliver Bäte, das Unternehmen sei mehr bezüglich der Sicherheit seiner Kunden als bezüglich der Auswirkungen auf sein Geschäft besorgt. Er verglich das Virus mit einer „starken Grippe“ und sagte, es sei noch keine Pandemie geworden.

“Derzeit gibt es eine Menge Panik, die nicht gerechtfertigt ist”, sagte Bäte. “Kurzfristig wird die Wirtschaftstätigkeit schrumpfen und das wird sich auf das globale BIP auswirken. Aber es ist nicht so, dass die Welt morgen untergehen wird.”

Die zunehmenden Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben die Finanzmärkte erschüttert. Der Stoxx Europe 600 fiel am Mittwoch bis zu 2,9%. Auch die Kurse in Asien sanken nach einem Kurseinbruch an der Wall Street am Dienstag. Die US-Zentren für die Kontrolle und Prävention von Seuchen warnten die Amerikaner, sich auf einen möglichen Ausbruch in ihrem Land vorzubereiten. Indes schürten die zunehmenden Fälle im Nahen Osten, in Europa und Asien Sorgen, dass der Ausbruch sich zu einer Pandemie entwickelt.

Überschrift des Artikels im Original:Allianz CEO Says Market Panic Over Coronavirus Isn’t Warranted

Kontakt Reporter: Lucca de Paoli in London gdepaoli1@bloomberg.net;Suzy Waite in London swaite8@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Shelley Robinson ssmith118@bloomberg.net, Chris Bourke

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