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Allein über den Wolken: Geschlossene Abteile sind neuer Trend in Business Class

·Freier Autor für Yahoo

Immer mehr Fluggesellschaften setzen in der Business Class auf mit Türen abgeschlossene Sitznischen. Die auf Privatsphäre erpichten Kunden danken es den Anbietern, die Umwelt nicht.

Trend in der Business Class vieler Airlines: Sitzabteile mit Türen sorgen für mehr Privatsphäre. (Bild: Safran)
Trend in der Business Class vieler Airlines: Sitzabteile mit Türen sorgen für mehr Privatsphäre. (Bild: Safran)

Ein neuer Trend geht um in der Business Class von immer mehr Fluggesellschaften. Die Sitzplätze der Passagiere werden luxuriöser und vor allem: privater. Das Konzept bietet aber nicht nur Vorteile, auch so mancher Nachteil geht damit einher – allen voran die fehlende Umweltverträglichkeit.

"Mini-Suite", so nennt "CNN" das Sitzkonzept. Die Passagiere sitzen in kleinen Nischen, wo sie die anderen Passagiere nicht sehen und selbst nicht gesehen werden. Eine wesentliche Komponente der Abteilungen sind Türen. Sie vollenden die Abgeschiedenheit und genügen somit einem großen Wunsch vieler Passagiere: ungestört den Flug genießen.

Vorteil: mehr Privatsphäre

"Es gibt zweifellos eine Entwicklung hin zu mehr Privatsphäre", sagt Alastair Hamilton, Vizepräsident für Verkauf und Marketing von Flugzeugsitzen bei Collins Aerospace, dem genannten Nachrichtensender. Die Türen verstärkten das "Gefühl der Abgeschiedenheit", indem sie die Passagiere "vom Gang abschirmen."

Von Vorteil ist das Konzept auch für die Fluggesellschaften. Die erhöhte Nachfrage steigert den Umsatz. Keiner Wunder, dass immer mehr Anbieter auf abgetrennte, mit Türen verschlossene Sitznischen in der Business Class setzen. Immer mehr, aber längst nicht alle. Denn das Konzept hat auch so manchen Nachteil.

Allein und unbehelligt von anderen Passagieren - dieses Sitzkonzept bieten immer mehr Airlines an. (Bild: Safran)
Allein und unbehelligt von anderen Passagieren - dieses Sitzkonzept bieten immer mehr Airlines an. (Bild: Safran)

Erstens kommen die Nischen die Airlines und die Kunden teuer zu stehen. Zweitens sind sie wenig geräumig, die Türen schränken den Aufenthaltsraum erheblich ein. Drittens und vor allem sorgten die Türen für zusätzliches Gewicht und seien mit "viel versteckter Komplexität" verbunden, sagt Chris Brady, Gründer des Startups Unum Aircraft Seating.

Nachteil: Schwer und komplex

"Gewicht" ist das Stichwort. In der Aussage des Unternehmens schwingt ein weiteres, erhebliches Problem mit: Abteilungen mit Türen sind ökologisch höchst problematisch. Durch das zusätzliche Gewicht der Türen verbraucht das Flugzeug mehr Treibstoff und emittiert somit mehr klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre. Der Trend ist also nicht zeitgemäß.

Ist das Konzept folglich zum Scheitern verurteilt? Eher wird es eine Ausnahmeerscheinung bleiben, indem es von Fall zu Fall zum Einsatz kommen werde – je nach Komfortanforderungen oder Sitzanordnung, meint Quentin Munier, Vizepräsident für Strategie und Innovation bei Safran Seats. Oder die Airlines werden sich dafür oder dagegen entscheiden, nachdem sie die Vor- und Nachteile abgewogen haben.

Hin- und hergerissen ist auch Unternehmer Brady. Er empfinde das Fliegen als "wundervolle isolierte Erfahrung", sagt er. Dafür sorgten die Türen an den Abteilungen. Andererseits, schränkt er ein, gebe es das Problem des Gewichts. Aus diesem Grund sollte diese Lösung "vermieden" werden. "Eine mutige Fluggesellschaft kann und sollte", so Brady, "auf Türen verzichten."

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