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"Alle für Klaus": Teroddes Rekord rettet Gjasula

Johannes Fischer
·Lesedauer: 3 Min.

Nach einer wahren Achterbahnfahrt hat der Hamburger SV den zweiten Sieg eingefahren. Während sich Simon Terodde zum Rekordspieler kürt, ist Aaron Hunt der Siegtorschütze.

Dem Mann mit dem Helm war die Erleichterung nach dem Spiel deutlich anzumerken.

"So etwas darf mir nicht passieren. Mir ist ein ganzer Fels von den Schultern gefallen", sagte Klaus Gjasula, nachdem er ausgerechnet bei seinem alten Arbeitgeber zwei Mal böse gepatzt hatte.

Beim 4:3-Krimisieg des HSV, Gjasulas neuem Klub, bei Absteiger SC Paderborn war der 30-Jährige bei zwei Gegentoren maßgeblich beteiligt.

"Gefühlt war es in den Minuten vor der Halbzeit verloren", sagte HSV-Trainer Daniel Thioune bei Sky. Doch die Patzer des Mittelfeldmanns machten die Rothosen erst so richtig stark. "Die Jungs wollten für Klaus das Spiel drehen, für Klaus das Spiel gewinnen. Die Reaktion war super. Viel mehr musste ich auch nicht sagen."

300 Zuschauer waren in der Benteler-Arena zugelassen, allerdings nicht nur wegen des Coronavirus, sondern vordergründig aus Lärmschutzgründen. Sie sahen von Beginn an ein temporeiches Duell, in dem der HSV schnell mit 2:0 führte.

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Thioune: "Wir wollten Klaus auch noch einmal helfen"

Doch nachdem Manuel Wintzheimer (14.) und Simon Terodde (24.) für scheinbar klare Verhältnisse gesorgt hatten, drehten die Gastgeber innerhalb von vier Minuten den Spieß um und gingen - dank Gjasulas Unterstützung - mit 3:2 in die Pause.

Nachdem Dennis Srbeny in der 34. einen Foulelfmeter verwandelte, nutzt der überragende Chris Führich (36., 38.) Gjasulas Patzer gnadenlos aus.

"Ich muss mich bei dem ganzen Team bedanken. Heute waren sie für mich da", freute sich der HSV-Neuzugang.

"Wir wollten Klaus auch noch einmal helfen", sagte Thioune. "Ich habe richtig Bock darauf, eine sehr, sehr gute Saison mit dem HSV zu spielen."

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Terodde kürt sich zum Rekordtorjäger

Nachdem sich die Norddeutschen auch im zweiten Saisonspiel der 2. Liga schadlos hielten, sind sie die einzige Mannschaft der Liga mit sechs Punkten.

Nicht zuletzt dank des Doppelpacks von Simon Terodde, der sich zum Rekordtorjäger der 2. Liga kürte, feierte der HSV am Ende einen nicht unverdienten Sieg - auch weil Aaron Hunt in der 82. Minute beim Foulelfmeter (82.) cool blieb.

Terodde, Neuzugang vom 1. FC Köln, kommt bereits auf vier Saisontore. Zum "ewigen" Zweitliga-Rekord von Dieter Schatzschneider fehlen dem Angreifer noch 32 Treffer. Allerdings ist Terodde seit Montag mit 122 Treffern der erfolgreichste Schütze im eingleisigen Unterhaus.

"Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, aber man darf Paderborn nicht abschreiben", sagte Terodde: "Jetzt sind wir Erster nach zwei Siegen gegen die Bundesliga-Absteiger, das ist auch nicht ohne."