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Aldi Süd kündigt hunderten Mitarbeitern

Das Unternehmen löst zwei Regionalgesellschaften auf. Aldi Süd kündigt den Angestellten – will ihnen aber Ersatzjobs anbieten.

Das Unternehmen löst zwei seiner 30 Regionalgesellschaften auf. Foto: dpa

Böse Weihnachtsüberraschung für Hunderte Aldi-Süd-Mitarbeiter: Der Discounter löst in den nächsten Monaten 2 seiner 30 Regionalgesellschaften auf. Den rund 580 Beschäftigen in den Niederlassungen in Mülheim an der Ruhr und im mittelfränkischen Roth werde deshalb gekündigt, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Doch will Aldi versuchen, allen Betroffenen Ersatzarbeitsplätze im Konzern anzubieten. „Das ist kein Lippenbekenntnis. Das haben wir vor“, sagte der Sprecher. Zuvor hatten unter anderem die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet.

Die Filialen der beiden Regionalgesellschaften sollen auf die umliegenden Niederlassungen verteilt werden. Durch den Schritt will Aldi seine Logistikstrukturen verbessern.

Die beiden Standorte in Mühlheim und Roth seien angesichts der vergrößerten Sortimente des Discounters und des gewachsenen Angebots an Frischeprodukten wie Obst und Gemüse nicht mehr zeitgemäß, sagte der Sprecher. Hier wären erhebliche Investitionen notwendig. Dies sei betriebswirtschaftlich aber nicht sinnvoll.

„Nach gewissenhafter Abwägung aller Kriterien hat Aldi Süd feststellen müssen, dass es für die Unternehmensgruppe wirtschaftlicher ist, den Betrieb der Regionalgesellschaften in Mülheim und Roth zum 30. April 2020 einzustellen“, hieß es vom Unternehmen. Die zu Mülheim und Roth gehörenden Filialen und Mitarbeiter im Verkauf seien von der Auflösung der Regionalgesellschaften nicht betroffen, die Filialen würden von den umliegenden Gesellschaften übernommen und weiterbetrieben.

Für die Kunden gebe es keine Veränderungen. Die Schließung weiterer Regionalgesellschaften sei nicht geplant.

Mehr: Die Trennung in zwei Gesellschaften war ein Grund für den weltweiten Erfolg von Aldi. Jetzt nähern sich die Unternehmen der Albrecht-Familie wieder an.