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Aldi, Rewe & Co. befürchten ab Samstag lange Schlangen wegen Corona-Notbremse

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.
Supermarktbetreiber erwarten lange Warteschlangen an diesem Wochenende.
Supermarktbetreiber erwarten lange Warteschlangen an diesem Wochenende.

Vor den Supermärkten und Discountern dürfte es ab heute vielerorts wieder zu Warteschlangen kommen. Das befürchtet der Handelsverband Deutschland (HDE). Grund dafür sei das Inkrafttreten der Corona-Notbremse des Bundes. Mit der Verschärfung der Infektionsschutzgesetzes halbiere sich in vielen Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 nämlich die in den Geschäften zugelassene Kundenzahl, betonte der HDE am Freitag.

„Damit riskiert die Politik Warteschlangen vor den Geschäften. Und das in Zeiten, in denen Menschenansammlungen aus Gründen des Infektionsschutzes anerkanntermaßen vermieden werden sollten“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Er appellierte an den Gesetzgeber, schnellstens wieder zur alten Regelung zurückzukehren.

Auch einer der größten deutschen Lebensmittelhändler – die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) – warnte, die Verschärfung könne zur Bildung von Warteschlangen vor den Filialen führen statt Kundenströme zu entzerren.

Ab 100er-Inzidenz nur noch eine Person auf 20 Quadratmetern Ladenfläche

Der Hintergrund: Bislang durften in den meisten Bundesländern Geschäfte mit weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche eine Person je zehn Quadratmeter einlassen, für die Flächen, die darüber hinausgingen, dann nur noch eine Person je 20 Quadratmeter. Die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes sieht jedoch bei Inzidenzen von mehr als 100 nur noch einen Kunden je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche für die ersten 800 Quadratmeter vor – und darüber hinaus sogar nur einen Kunden je 40 Quadratmeter.

Bereits vor der Verabschiedung des Gesetzes hatte der HDE in einer Stellungnahme zum Entwurf vor einer Verschärfung der Kundenbegrenzung gewarnt. Bei Gütern des tägliche Bedarfs seien keine abnehmenden Kundenfrequenzen zu erwarten, da sie kontinuierlich nachgekauft werden müssten. Die verschärfte Kundenbegrenzung werde deshalb „mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Warteschlangen vor den Ladengeschäften führen“. Die damit verbundenen Menschenansammlungen würden unnötige Infektionsmöglichkeiten schaffen, warnte der HDE. Das Ziel des Gesetzgebers, Leben und Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, werde durch die Maßnahme sogar konterkariert. sb mit dpa