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Albig: Reden bei der HSH Nordbank nicht über einen Worst Case

Hamburg/Kiel (dapd). Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat gelassen auf die aktualisierte Risikoplanung der HSH Nordbank reagiert. "Mitnichten reden wir hier von einem Worst Case", sagte Albig am Dienstag in Kiel. Mit Blick auf die schlimmstenfalls zu erwartenden finanziellen Belastungen fügte er hinzu: "Ob es dazu kommt, das weiß noch kein Mensch."

Das Land sei weiter bereit, den Garantierahmen für die Bank von aktuell sieben wieder auf zehn Milliarden Euro zu erhöhen, wenn das Unternehmen es für nötig halte, sagte Albig. Die HSH geht nach aktuellen Daten davon aus, dass von 2019 bis 2025 Verluste in Höhe von bis zu 1,3 Milliarden Euro anfallen könnten, für die die Haupteigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein über die Zweitverlustgarantie geradestehen müssten.

Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) sagte, "wer eine Garantie gibt, kann nicht ausschließen, dass sie fällig werden kann". Aufsichtsrat und Bank-Vorstand stünden in der Pflicht, "die Weichen so zu stellen, dass das Vermögen ihrer Anteilseigner geschont wird". Die Länder prüften ihrerseits alle Handlungsoptionen und unterstützten die Bank im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Heinolds Hamburger Amtskollege Peter Tschentscher (SPD) sagte, die Länder müssten "zu ihrer Verantwortung für die Zukunft der HSH Nordbank stehen und alle geeigneten Maßnahmen unterstützen, die eine erfolgreiche Restrukturierung ermöglichen und das Vermögen der Länder schützen". Alles andere wäre "für unseren Haushalt sehr gefährlich", sagte Tschentscher.

dapd