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Demo in Berlin: Veranstaltungsbranche demonstriert für Corona-Hilfen

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Berlin. Es ist kurz nach 15 Uhr, als Campino, Sänger der Toten Hosen, am Mittwoch mit dunklem Cap auf die Bühne vor dem Brandenburger Tor tritt. Doch er singt nicht. Er zieht Zettel mit sorgfältig handgeschriebenen Notizen aus seiner Hosentasche. „Seien Sie nicht so dumm, ausgerechnet diesen Menschen jetzt für immer den Saft abzudrehen“, liest er ab, während die rund 8000 Teilnehmer der Demonstration applaudieren. Mit „Sie“ meint Campino die Politik und mit „diesen Menschen“ die gesamte Eventbranche. Es könne nicht sein, dass über eine Millionen Menschen vergessen werden, so Campino.

Bei einer Kundgebung in Berlin haben erneut Tausende Menschen aus der Veranstaltungsbranche für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise demonstriert. Eine Lastwagen-Kolonne mit Hunderten Fahrzeugen setzte sich gegen Mittwochmittag vom Olympiaplatz in Richtung Brandenburger Tor in Bewegung. Gleichzeitig startete ein Fußmarsch, zu dem rund 6000 Teilnehmer angemeldet waren, vom Roten Rathaus am Alexanderplatz.

Bereits am Morgen hatten Mitinitiatoren von #AlarmstufeRot und Branchenvertreter bei einer Pressekonferenz im Axica-Kongresszentrum am Pariser Platz ihre Situation in drastischen Worten geschildert und ihre Forderungen an die Politik formuliert. Er habe gehofft, dass eine zweite Demonstration dieser Art nicht notwendig sein würde, sagte Tom Koperek, Vorstand der LK-AG für Live- und Markenkommunikation. Vor mehr als einem Monat, am 9. September, hatten 15.000 Demonstranten versucht,...

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