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Aktuare: Inflation schlägt in allen Versicherungssparten durch

KÖLN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts der stark gestiegenen Teuerung fordert die Deutsche Aktuarvereinigung Lockerungen der Vorgaben für die private und betriebliche Altersvorsorge. "Leider ist die Realverzinsung bei Bank- und Versicherungsprodukten, die nicht in Aktien oder andere chancenreiche Substanzwerte investieren, im Moment so negativ wie nie zuvor und sie wird mittelfristig auch negativ bleiben", erläuterte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aktuarvereinigung, Maximilian Happacher, am Montag in Köln.

Nach Ansicht der Experten sollte die Politik "die rechtlichen Rahmenbedingungen so anpassen, dass Versicherer mehr in chancenreiche Anlagen investieren können". Dies beginne mit einer Lockerung der strengen Vorgaben für den vollständigen Beitragserhalt bei der Riester-Rente beziehungsweise in Teilen der betrieblichen Altersversorgung und umfasse auch die Anpassung handels- oder aufsichtsrechtlicher Hürden für Investments in Aktien und Infrastruktur.

"Die Folgen der massiv angestiegenen Inflation werden sich kurz- bis mittelfristig auch in nahezu allen Sparten des deutschen Versicherungswesens niederschlagen", führte Happacher aus. Aus ersten Daten ließen sich aber keine generellen Prognosen zu künftigen Prämienentwicklungen ableiten, da Umfang und Geschwindigkeit von Preisanpassungen stark unternehmensindividuell seien.

Die Corona-Pandemie hingegen habe "bislang keine gravierenden Auswirkungen auf die Verträge der Kundinnen und Kunden deutscher Kranken- und Lebensversicherer", wie der Vorstandsvorsitzende der Aktuarvereinigung, Herbert Schneidemann, ausführte. Zwar habe das Statistische Bundesamt für die vergangenen beiden Jahre leicht überdurchschnittliche Todesfallzahlen registriert, diese bewegten sich aber noch immer im Rahmen der in den Policen berücksichtigten Schwankungsbreiten.

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