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Aktien Wien Schluss: Im Plus - ATX gestützt durch Banken-Schwergewichte

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit Gewinnen geschlossen. Der ATX <AT0000999982> stieg 0,58 Prozent auf 3.142,59 Punkte.

Unterstützung lieferte weltweit Aussagen der chinesischen Führungsriege, wonach sie ihre Zölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden US-Dollar halbieren wolle. Zudem klangen vorrübergehend die Sorgen um den sich weiter ausbreitenden Coronavirus vorerst etwas ab.

Klare konjunkturelle Impulse waren nicht auszumachen. Vielmehr sorgte Berichtssaison am Donnerstag für Bewegung. So stiegen die Anteile der Raiffeisen Bank International <AT0000606306> (RBI) um 2,60 Prozent auf 22,11 Euro, nachdem das Finanzinstitut Zahlen vorgelegt hatte und im Zuge der Vorlage angab, die Dividende um sieben Cent auf 1 Euro anheben zu wollen.

Für die Branchenkollegen des Finanzinstituts ging es ebenfalls bergauf: Erste Group <AT0000652011> schlossen um 4,04 Prozent höher bei 34,99 Euro. In der Spitze hatten die Erste-Group-Titel um mehr als fünf Prozent im Plus notiert. Bawag <AT0000BAWAG2> gewannen heute 2,25 Prozent auf 40,02 Euro. Addiko kletterten um 2,05 Prozent auf 14,90 Euro hinauf.

Neben der Raiffeisen öffnete auch die Voestalpine <AT0000937503> ihre Bücher: Unter dem Strich verzeichnete der Stahlkonzern in den ersten drei Quartalen 2019/20 ein Nettoergebnis von minus 160 Millionen Euro nach einem Gewinn von mehr als 281 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzern leidet eigenen Angaben zufolge unter einer Nachfrageschwäche in der Automobilindustrie. Die Anteile des Konzerns gingen mit minus 0,13 Prozent bei 23,06 Euro aus dem Handel, hatten jedoch im Frühhandel zwischenzeitlich mehr als 4,5 Prozent zulegen können.

Die Wertpapierexperten von Baader bestätigten einstweilen in einem ersten Kommentar zu den Zahlen der voestalpine ihr Kursziel von 22,0 Euro und ihre Empfehlung "reduce" für die Papiere des Konzerns. Der Analyst Christian Obst schrieb in seiner Analyse von einem herausfordernden Umfeld für die voestalpine. Die Stahlpreise dürften sich zwar stabilisieren, eine signifikante Erholung der Preise sei aber nicht zu erwarten.

Für die Wertpapiere des heimischen Erdölriesen OMV <AT0000743059> ging es am Donnerstag nach Zahlenvorlage um 2,17 Prozent nach unten auf 44,54 Euro. Die OMV litt im vierten Quartal 2019 vor allem unter den niedrigen Öl- und Gaspreisen. Der Gewinn brach gegenüber dem Vergleichsquartal um satte 42 Prozent ein. "Die Gaspreise waren nur halb so hoch, die Ölpreise waren um mehr als zehn Prozent niedriger", kommentierte der Konzernchef Rainer Seele.