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Aktien Wien Schluss: Leitindex ATX verliert deutlich

WIEN (dpa-AFX) -Die Wiener Börse hat am Dienstag mit klaren Verlusten geschlossen. Der Leitindex ATX AT0000999982 verlor 1,55 Prozent auf 3.650,38 Punkte. Unter anderem lasteten die Abgaben bei den Anteilen der OMV AT0000743059 auf dem heimischen Leitindex. Sie beliefen sich auf über zwei Prozent.

Der Öl-Konzern warnte in seinem Zwischenupdate für das zweite Quartal vor negativen Effekten im Chemie- und Gasgeschäft. Im April wirksam gewordene Gesetzesänderungen und der geplante Stillstand des rumänischen Kraftwerks Brazi würden sich "deutlich negativ" auf das bereinigte operative Ergebnis des Gasgeschäfts in Osteuropa niederschlagen, hieß es.

Für die Titel des Branchenkollegen Schoeller-Bleckmann Oilfield AT0000946652 (SBO) ging es um 2,3 Prozent hinab.

Verluste wurden aber auch im wichtigen Bankensektor verzeichnet. So sanken Erste Group AT0000652011 um 2,1 Prozent. Raiffeisen AT0000606306 verminderten sich um 1,7 Prozent, während Bawag AT0000BAWAG2 1,8 Prozent abgaben.

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Am schwächsten im ATX waren allerdings die Titel der Lenzing, die um 3,8 Prozent absackten.

Unter den weiteren Einzelwerten standen zudem die Anteile von EVN AT0000741053 mit minus 1,7 Prozent unter Druck. Der Verbraucherschutzverein (VSV) hat bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) eine Anzeige gegen den niederösterreichischen Versorger eingebracht.

Frequentis schlossen nach zeitweiligen Gewinnen unverändert. Der Anbieter von Kommunikations- und Informationssystemen hat mit Groiss Informatics ein Kärntner Softwarehaus übernommen, zu dem bereits seit längerer Zeit Geschäftsbeziehungen bestehen. Das Unternehmen mit Sitz in Klagenfurt ist auf Workflow-Managementsysteme spezialisiert.

Im konjunkturellen Fokus stand am Berichtstag der Auftritt des Fed-Chefs Jerome Powell. Dieser hatte erneut kein klares Signal für eine baldige Leitzinssenkung gegeben. Die jüngsten Inflationsdaten deuteten auf "bescheidene weitere Fortschritte" bei der Preisentwicklung hin, sagte er bei einer Anhörung vor dem US-Senat. "Mehr gute Daten" würden das Vertrauen stärken, dass sich die Inflation nachhaltig dem Zielwert der US-Notenbank annähere. Die Fed strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an.