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Aktien Wien Schluss: Deutliche Kursgewinne nach US-Inflationsdaten

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit Kursgewinnen geschlossen. Der ATX <AT0000999982> stieg um 1,32 Prozent auf 3061,48 Punkte. Auch das internationale Börsenumfeld zeigte sich einheitlich klar im grünen Bereich. In den Fokus rückten Verbraucherpreisdaten aus den USA. Dort hat die Dynamik des Preisanstiegs im Juli stärker als erwartet nachgelassen.

Die Inflation in den USA schwächte sich auf 8,5 Prozent ab. Im Juni hatte die Teuerung in der größten Volkswirtschaft der Welt noch bei 9,1 Prozent gelegen und damit auf dem höchsten Stand seit über 40 Jahren. Volkswirte hatten mit einem Rückgang der Inflation gerechnet, waren aber im Schnitt von einer etwas höheren Rate von 8,7 Prozent ausgegangen.

Der US-Dollar und die Kapitalmarktzinsen in den USA gaben nach der Veröffentlichung der Preisdaten stark nach. Das spricht dafür, dass die Finanzmärkte bei den künftigen Zinsschritten nicht mehr so starke Erhöhungen erwarten wie bisher, kommentierte ein Marktbeobachter. Der ATX weitete seine Gewinne nach Bekanntgabe der Daten merklich aus.

Für Impulse in Wien sorgten zudem Unternehmensergebnisse. So kletterten Wienerberger <AT0000831706> nach Zahlenvorlage deutliche 11,1 Prozent nach oben. Der Baustoffkonzern hat im ersten Halbjahr in einem instabilen Umfeld bestens verdient.

Zu den größeren Gewinnern zählten auch Voestalpine <AT0000937503> mit Kurszuwächsen von 3,16 Prozent auf 22,22 Euro. Die Wertpapierexperten von Raiffeisen Research haben ihr Kursziel für die Wertpapiere des Stahlkonzerns von 41 auf 33 Euro reduziert. Die "Buy"-Bewertung wurde in der am Vortag erschienenen Analyse von Markus Remis beibehalten.

Auch Polytec hat Ergebnisse präsentiert. Der Autozulieferer hat sich im ersten Halbjahr 2022 deutlich eingebremst. Der Umsatz gab leicht nach und das Ergebnis nach Steuern sackte ab. Die Aktien schlossen 2,6 Prozent schwächer.

Klar fester mit plus 3,3 Prozent zeigten sich AT&S in einem starken europäischen Tech-Sektor. Hingegen zählten die Ölwerte zu den Verlierern. Schoeller-Bleckmann rutschten um vier Prozent ab und OMV <AT0000743059> gingen um 0,9 Prozent tiefer aus der Sitzung.