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Aktien Wien Schluss: ATX legt um 0,67 Prozent zu

·Lesedauer: 2 Min.

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Dienstag mit freundlicher Tendenz geschlossen. Der ATX stieg um 26,04 Punkte oder 0,67 Prozent auf 3898,26 Einheiten. Auch das europäische Umfeld zeigte sich mehrheitlich von seiner positiven Seite. Unterstützung für die Märkte kam laut Marktbeobachtern von Entspannungssignalen zwischen China und den USA. Ein Video-Gipfel von US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping lief erfreulich.

Am Nachmittag fanden zudem US-Konjunkturdaten Beachtung: Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze im Oktober deutlicher ausgeweitet als erwartet. Zudem hat sich die US-Industrie im Oktober von den Folgen des schweren Hurrikans Ida erholt. Nach einem Rückgang der Gesamtproduktion um 1,3 Prozent im September stieg die Herstellung im Oktober um 1,6 Prozent. Unterdessen signalisieren die US-Einfuhrpreise einen anhaltend hohen Preisdruck im Oktober.

Zu den Aktien im Fokus zählten Rosenbauer, die nach Ergebnisvorlage 0,77 Prozent tiefer bei 51,80 Euro schlossen. Der Feuerwehrausrüster hat nach neun Monaten deutlich weniger Gewinn und Umsatz eingefahren. Grund waren laut Unternehmen Störungen bei Lieferketten, die zu Verzögerungen bei der Fertigung und Übergabe von Fahrzeugen geführt haben. Die Analysten der Baader Bank haben ihre "Add"-Einstufung für die Aktien bestätigt. Auch das Kursziel wurde unverändert bei 52,00 Euro belassen.

Mayr-Melnhof Karton konnte das Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres um 4,7 Prozent auf 177,2 Millionen Euro steigern, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) gab um 7,8 Prozent auf 283 Millionen Euro nach, der Umsatz legte um 10,7 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis ist durch Einmaleffekte aus der Transformation MM Board & Paper geprägt, so der Konzern. Die Aktien reagierten mit einem Abschlag in Höhe von 1,87 Prozent.

Aktien von Strabag zeigten sich hingegen leicht um 0,13 Prozent befestigt. Die Bauleistung des größten heimischen Baukonzerns soll in diesem Jahr dank zahlreicher Aufträge weiter wachsen. In den ersten drei Quartalen 2021 erhöhte sie sich gegenüber der Vorjahresperiode um 4 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro, im Gesamtjahr soll sie über dem Wert im ersten Coronajahr 2020 (15,4 Milliarden Euro) liegen. Der Auftragsbestand lag zum Stichtag 30. September mit 21,6 Milliarden Euro um 14 Prozent über dem Vorjahreswert.

Für Auftrieb beim Leitindex sorgten die Kursgewinne bei einigen Indexschwergewichten. So zogen Verbund um 2,92 Prozent an und OMV gewannen 0,80 Prozent an Wert. Andritz konnten sich um 0,69 Prozent steigern und Erste Group schlossen 1,26 Prozent höher. Gut gesucht zeigten sich auch Semperit und stiegen im Vorfeld der am Mittwoch anstehenden Ergebnisveröffentlichung um 1,99 Prozent.

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