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Aktien Osteuropa Schluss: Richtungslos ins Wochenende

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die Börsen in Ost- und Mitteleuropa haben am Freitag den Aktienhandel uneinheitlich beendet. Eine positive Stimmung an der Wall Street und an den europäischen Leitbörsen konnte vor dem Wochenende nicht beflügeln.

Trotz politischer Risiken und der im Hintergrund weiter schwelenden Furcht vor einer zweiten Corona-Welle ist das international Börsenumfeld Experten zufolge prinzipiell weiter günstig: "Die Kapitalmärkte bleiben zunächst einmal gut unterstützt durch die Geldschwemme der Notenbanken, zumal die konjunkturelle Erholung bereits in vollem Gange ist", schrieb eine Analystin von der Landesbank Helaba.

Der polnische Aktienmarkt präsentierte sich mit Kursgewinnen. Der Leitindex Wig-20 stieg an der Warschauer Börse um 0,67 Prozent auf 1807,85 Punkte. Der breiter gefasste Wig gewann 0,45 Prozent auf 50 670,08 Punkte. Die Papiere des führenden polnischen Ölunternehmens PKN Orlen gingen mit plus 0,5 Prozent ins Wochenende. Die Papiere des Kupferkonzerns KGHM legten um 1,6 Prozent zu. Im Finanzbereich kamen hingegen PKO Bank um 0,4 Prozent zurück. Bank Pekao verloren 0,5 Prozent und MBank fielen um ein Prozent.

An der Börse in Prag gab der tschechische Leitindex PX <XC0009698371> um 0,03 Prozent auf 927,97 Punkte nach. Auf dem Börsenbarometer lasteten vor allem die schwergewichteten Banken. Erste Group verloren 1,7 Prozent. Moneta Money Bank kamen um 0,4 Prozent zurück und Komercni Banka <CZ0008019106> fielen um 0,2 Prozent. Beim Softwareunternehmen Avast gab es ein Plus von 1,3 Prozent. Die Titel des Energiekonzerns CEZ <CZ0005112300> gingen unverändert ins Wochenende. Die Telekomaktie O2 C.R. verbuchte ein Plus von 3,5 Prozent.

Verluste verbuchte die Börse in Ungarn. Der Leitindex Bux <XC0009655090> fiel um 0,55 Prozent auf 37 279,82 Punkte. Unter den Schwergewichten zeigten MTelekom <HU0000073507> mit minus 1,5 Prozent die auffälligste Kursbewegung. Die Pharmaaktie Gedeon Richter verlor 1,1 Prozent und die Aktionäre der OTP Bank <HU0000061726> mussten ein Minus in Höhe von 0,8 Prozent verbuchen. Mol <HU0000068952> legten hingegen um 0,5 Prozent zu. Hier könnten die anziehenden Rohölpreise unterstützt haben.

An der Moskauer Börse gewann der russische Leitindex RTS zum Wochenausklang 1,54 Prozent auf 1249,67 Punkte.