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Aktien New York: Rekorden folgt Verkaufswelle vor Senatorenwahl in Georgia

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Das neue Börsenjahr an der Wall Street hat angefangen, wie das alte aufgehört hat: mit Rekorden. Zuletzt hatten die weltweit begonnenen Corona-Impfaktionen und ein neues staatliches US-Hilfspaket für die weltgrößte Volkswirtschaft die Aktienkurse gestützt. Doch nach der anfänglichen Euphorie verpasste eine Verkaufswelle den Anlegern am Montag eine kalte Dusche.

Sowohl an der New York Stock Exchange (Nyse) als auch an der Technologiebörse Nasdaq hatten die wichtigen Indizes direkt zum Handelsbeginn wieder Bestmarken erreicht - einzig der Nasdaq Composite <XC0009694271> ließ ein erneutes Rekordhoch vermissen. Doch anschließend scheuten die Anleger vor weiteren Käufen zurück und schöpften auf dem hohen Niveau Gewinne ab, so dass der Markt deutlich ins Minus rutschte.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> notierte zuletzt 1,47 Prozent tiefer bei 30 157,85 Punkten, zeigte sich damit aber schon sichtlich erholt von seinem Tagestief. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es noch um 1,52 Prozent auf 3698,96 Zähler nach unten und der Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> verlor 1,61 Prozent auf 12 681,29 Punkte.

Als aktuelle Belastungen erwiesen sich neben dem schon hohen Kursniveau die Unsicherheiten um Senatswahlen im US-Bundesstaat Georgia, die über die politischen Mehrheitsverhältnisse in der zweiten Parlamentskammer entscheiden - im Repräsentantenhaus halten die demokratischen Parteigenossen des designierten Präsidenten Joe Biden die Mehrheit. Sorgen machen zudem die über die Feiertage mutmaßlich noch deutlich gestiegenen Corona-Ansteckungszahlen.

Unter den Einzelwerten war einmal mehr der Elektroautobauer Tesla <US88160R1014> mit seiner anhaltenden Rekordjagd einen Blick wert. Anders als der Markt hielt die Aktie ihre Gewinne fest und stieg um über vier Prozent auf knapp 735 US-Dollar. Tesla lieferte 2020 mit knapp einer halben Million Fahrzeugen so viele Autos aus wie noch nie.

Dagegen machte beim Lithiumbatterien-Hersteller Quantumscape <US74767V1098> ein Kurseinbruch um knapp 40 Prozent einen großen Teil des vorherigen, wochenlangen Höhenflug der Aktie zunichte. Schuld waren enttäuschte Hoffnungen, dass der Technologiekonzern Apple <US0378331005> bei seinem Elektroauto-Projekt auf die Produkte von Quantumscape setzen könnte.

Die Anteilscheine von MGM Resorts International <US5529531015> büßten viereinhalb Prozent ein. Der Casino-Betreiber will den britischen Online-Glücksspielanbieter Entain <IM00B5VQMV65> nun für rund 8,1 Milliarden Pfund kaufen. Dafür werden vor allem eigene Aktien geboten, aber auch eine gewisse Barzahlung in Aussicht gestellt. MGM hatte bereits im vergangenen Jahr für Entain geboten und war abgeblitzt. Auch das aktuelle Gebot lehnten die Briten ab.

Titel des Wärmebildkamera-Spezialisten Flir Systems zogen dank der Annahme eines rund acht Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebots des Mischkonzerns Teledyne um nahezu 20 Prozent auf 52,39 Dollar an. Dieses bewertet Flir Systems mit rechnerisch 56 Dollar je Aktie. Teledyne-Papiere verloren mehr als sieben Prozent.