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Aktien New York: Ausverkauf geht weiter - Netflix schockt Anleger

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Auch nach dem heftigen Rücksetzer der vergangenen Tage fehlt den US-Börsen die Kraft zu einer Gegenbewegung. Vor allem bei den Tech-Werten ging der Ausverkauf am Freitag ungebremst weiter nach desaströsen Aussagen von Netflix zu den Abonnentenzahlen. Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> verlor weitere 0,40 Prozent auf 34 578 Punkte, hielt sich damit aber noch vergleichsweise gut. Auf Wochensicht bahnt sich allerdings ein Verlust von 3,7 Prozent an.

Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es um 0,89 Prozent auf 4443 Punkte weiter abwärts. Noch höher war der Verlust des technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026>, der seit dem Rekordhoch vom November mittlerweile bereits fast 13 Prozent eingebüßt hat. Zwar hatten alle drei Indizes am Freitag zwischenzeitlich sogar wieder ins Plus gedreht; diese Erholung nutzten Anleger jedoch zügig für neuerliche Aktienverkäufe, welche die Börsenbarometer wieder auf Talfahrt schickten.

Für große Enttäuschung sorgte eine überraschend schwache Prognose von Netflix <US64110L1061> für die Nutzerzahlen, die die Netflix-Aktie auf den tiefsten Stand seit April 2020 abstürzen ließ. Mit einem Einbruch von mehr als 20 Prozent waren die Papiere mit Abstand größter Verlierer im technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026>. Der Auswahlindex gab denn auch mit minus 1,41 Prozent auf 14 637 Zähler erneut deutlich stärker nach. Er fiel auf den tiefsten Stand seit Oktober 2021.

Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen nur noch 2,5 Millionen neue Kunden. Die Prognose für die Neuabonnenten im ersten Quartal sei nicht einmal halb so hoch wie gedacht, betonte Mark Mahaney vom Analysehaus Evercore ISI. Zudem belastet der starke Dollar die Einnahmen des Unternehmens auf den Märkten außerhalb der USA. Betriebs- und Reingewinn werden laut dem Management zurückgehen.

Der Schock wegen Netflix sitzt tief und ist Wasser auf die Mühlen derer, die die Tech-Aktien für überbewertet halten. Wegen Inflationssorgen werden die Branchenpapiere schon seit Wochen verkauft. "Steigende Zinsen und dann noch niedrigere Wachstumserwartungen", kommentierte Marktbeobachter Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Seiner Ansicht nach könnte Netflix "symptomatisch sein für das, was dem Aktienmarkt in den kommenden Wochen und Monaten noch bevorsteht".

Netflix sandte mit dem enttäuschenden Ausblick auf die Kundenzahlen Schockwellen in den Technologiesektor und besonders in die Streaming-Branche. Die Aktien anderer Anbieter wie Walt Disney <US2546871060>, ViacomCBS oder FuboTV sackten um sechs bis acht Prozent ab.

Unter Druck standen erneut auch die Aktien von Impfstoffherstellern. Das Analytikunternehmen Airfinity hatte die Absatzerwartungen für die Corona-Impstoffe wegen der durch einen milderen Infektionsverlauf geprägten Omikron-Variante gesenkt. Die Kursverluste für Cirevac <NL0015436031>, Moderna <US60770K1079>, Biontech <US09075V1026> und Novavax <US6700024010> reichten von 4 bis zu fast 14 Prozent.

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