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Aktien New York Ausblick: Verluste - Amazon, Apple und Intel belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Enttäuschende Quartalsberichte großer Tech-Konzerne bremsen am Freitag die zuletzt wieder besser gewordene Stimmung unter den Aktienanlegern. Während die Kurse von Intel, Apple und vor allem Amazon vorbörslich abrutschten, wurde der von der Tech-Branche geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> eine Stunde vor Börsenstart 1,3 Prozent tiefer auf 13 282 Punkte taxiert. Den Dow Jones Industrial <US2605661048> sah der Broker IG 0,4 Prozent niedriger bei 33 777 Zählern.

Am Vortag hatten sich die beiden New Yorker Indizes noch deutlich erholt und die Wochenbilanz etwas aufgehübscht. Die Volatilität an den Börsen bleibe erhöht, sagte Jim Reid von der Deutschen Bank. Neben den enttäuschenden Tech-Quartalsberichten verwies er auf fallende europäische Anleihekurse, den zuletzt erstarkten US-Dollar und wieder anziehende Ölpreise als Ausdruck der erhöhten Unsicherheit. Mit einem näher rückenden EU-Ölembargo sei letzteres einmal mehr Ausdruck der geopolitischen Lage in Osteuropa.

Ein enttäuschender Quartalsbericht von Amazon <US0231351067> bereitet den Anlegern laut Reid vermehrte Sorgen, was die Ausgaben der Verbraucher betrifft. Die Amazon-Aktien sackten vorbörslich um zehn Prozent auf 2605 US-Dollar ab, weil hohe Kosten den Betriebsgewinn des Online-Händlers um 58 Prozent einbrechen ließen. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal galt als Belastung. Analysten senkten reihenweise ihre Kursziele, viele von ihnen wollten die Nachrichten in Erwartung eines besseren zweiten Halbjahres aber auch nicht überbewerten.

Auch bei anderen Tech-Riesen wie Apple und Intel gab es vorbörslich Kursverluste von 1,1 respektive 4,3 Prozent wegen enttäuschender Perspektiven. Der iPhone-Hersteller Apple <US0378331005> übertraf zwar mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen, warnte aber vor stärkerem Gegenwind. Apple könnte vor allem wegen Lockdowns in Shanghai bis zu acht Milliarden Dollar weniger Umsatz im laufenden Quartal machen, hieß es. Beim Prozessorhersteller Intel <US4581401001> galt es als Belastung, dass der Umsatz zusammen mit dem schrumpfenden PC-Markt sinkt.

Auch außerhalb des Tech-Sektors gab es am Freitag nach Quartalsberichten vermehrt negative Kursreaktionen. Die Aktien des Ölkonzerns Chevron <US1667641005> wurden trotz der anziehenden Ölpreise knapp ein Prozent tiefer gehandelt. Auch beim Wettbewerber ExxonMobil <US30231G1022> stand ein vorbörsliches Minus von 0,6 Prozent. Beiden Aktien war es damit keine Hilfe mehr, dass die Ölkonzerne im ersten Quartal vom hohen Ölpreis profitiert hatten.

Bei Colgate-Palmolive <US1941621039> gab es dagegen einen vorbörslich sehr deutlichen Abschlag von 5,4 Prozent. Hohe Kosten für Rohstoffe und Transport haben dem Konsumgüterhersteller im ersten Quartal schwer zu schaffen gemacht. Die im Dow notierten Honeywell-Aktien <US4385161066> sind derweil vorbörslich mit einem Anstieg um 2,3 Prozent eine positive Ausnahme wegen eines erhöhten Umsatz- und Gewinnausblicks.

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