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Aktien New York Ausblick: Hoffnungen auf US-chinesisches Abkommen stützen weiter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die anhaltenden Hoffnungen auf Fortschritte im US-chinesischen Handelsstreit dürften die Wall Street am Montag weiter stützen. Über eine halbe Stunde vor dem Börsenstart taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial <US2605661048> 0,29 Prozent höher bei 27 956 Punkten. Damit würde der US-Leitindex an seinen freundlichen Wochenausklang anknüpfen - und könnte so Kurs auf seinen jüngsten Rekordstand nehmen.

Am Sonntag hatte die chinesische Regierung angekündigt, Strafen für die Verletzung geistigen Eigentums zu verschärfen, allerdings ohne Details zu nennen. Geistiges Eigentum ist neben Finanzdienstleistungen und Agrarprodukten ein wesentliches Thema bei den laufenden Verhandlungen der beiden größten Volkswirtschaften der Welt über ein sogenanntes Phase-eins-Abkommen. Zuletzt hatte es vermehrt widersprüchliche Meldungen über die Stand der Verhandlungen gegeben: Mal war von Fortschritten die Rede, dann wieder von stockenden Gesprächen.

Seitens der Unternehmens dürften Fusionen und Übernahmen das Handelsgeschehen dominieren. Die Aktien des US-Arzneimittelherstellers Medicines <US5846881051> schossen bereits vorbörslich um knapp 23 Prozent auf 84,11 US-Dollar hoch, nachdem der Schweizer Pharmakonzern Novartis <CH0012005267> mitgeteilt hatte, die Amerikaner hätten ein Kaufangebot von 85 Dollar je Aktie angenommen.

Beim Billigbroker Ameritrade <US87236Y1082> reichte es angesichts des Kaufangebots von Konkurrent Charles Schwab <US8085131055> für ein vorbörsliches Plus von über zweieinhalb Prozent. Die Aktionäre von Ameritrade sollen je eigenem Papier 1,0837 Schwab-Anteile erhalten, was den gesamten Deal mit rund 26 Milliarden US-Dollar bewerte, teilten die beiden Firmen mit. Die Aktien des Käufers verloren mehr als ein Prozent. Bereits am Freitag hatten Berichte über die Transaktion beide Aktien beflügelt, insbesondere die von Ameritrade.

Die Anteilsscheine von Ebay <US2786421030> verteuerten sich um gut viereinhalb Prozent. Die Online-Handelsplattform verkauft ihrer Online-Ticketbörse Stubhub an den Tickethändler Viagogo für rund 4 Milliarden US-Dollar. Spekulationen über einen Verkauf gab es schon länger.

Derweil büßten Uber-Titel <US90353T1007> vor dem Handelsbeginn knapp vier Prozent ein. Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler darf seine Dienste in London künftig nicht mehr anbieten. Nach mehreren Verstößen, die die Sicherheit der Passagiere gefährdet hätten, werde die Lizenz nicht verlängert, teilte die Nahverkehrsbehörde TfL (Transport for London) mit. Die britische Hauptstadt ist der größte europäische Markt für den Fahrdienst-Vermittler.