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Aktien New York Ausblick: Hedgefonds-Schieflage sorgt für Verdruss

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Ein Zahlungsausfall bei einem US-Hedgefonds verhagelt den Anlegern am New Yorker Aktienmarkt am Montag zunächst die Stimmung. Hatten die Standardwerte an der Wall Street mit deutlichen Aufschlägen im späten Freitagshandel wieder Kurs genommen auf ihre Rekordhochs, dürfte es zum Wochenstart abwärts gehen. So taxierte eine Dreiviertelstunde vor der Startglocke der Broker IG den Dow Jones Industrial <US2605661048> 0,53 Prozent tiefer auf 32 896 Punkte. Auch der am Freitag starke technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> wird am Montag zum Start etwas schwächer erwartet.

Der Zahlungsausfall bei Archegos Capital droht mehrere Großbanken laut Insidern teuer zu stehen zu kommen. Die Credit Suisse <CH0012138530> warnte vor möglicherweise hohen Verlusten. Die zweitgrößte Schweizer Bank und eine Reihe anderer Institute zögen sich aus Positionen zurück. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge musste Archegos am Freitag wegen Nachschussforderungen Aktien im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar verkaufen. Das "Wall Street Journal" berichtete gar von 30 Milliarden Dollar an Verkäufen.

So kam es am Freitag bei den Aktien von ViacomCBS <US92556H2067> zu einem Kurseinbruch von 27 Prozent. Auch andere Aktien wie Discovery <US25470F1049> standen stark unter Druck. ViacomCBS rutschten im vorbörslichen Montagshandel um weitere fünfeinhalb Prozent ab. Discovery um weitere zweieinhalb Prozent.

Auch der japanische Finanzkonzern Nomura warnte vor einem möglicherweise signifikanten Verlust. Die Forderung belaufe sich auf etwa zwei Milliarden Dollar. Laut mit der Sache vertrauten Personen gehe es auch bei Nomura um Archegos, schreibt Bloomberg.

Unterdessen erwarte die US-Bank Goldman Sachs <US38141G1040> durch den Ausstieg aus den Geschäften mit Archegos voraussichtlich keine hohe Belastungen, wie Bloomberg unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet. Die Kredite der Bank an den Hedgefonds seien vollständig abgesichert, und Goldman sei bereits aus dem Großteil ihrer Positionen ausgestiegen. Die Goldman-Papiere rutschten vorbörslich dennoch um mehr als zweieinhalb Prozent ab. Morgan Stanley <US6174464486> verloren fast fünf Prozent. Berichten zufolge zählt das Haus zu den betroffenen Banken.

Vorbörslich nach oben um mehr als zwei Prozent ging es für die Aktien des Flugzeugbauers Boeing <US0970231058>. Nach der Wiederzulassung seines Unglücksjets 737 Max erhielt der Konzern einen weiteren Großauftrag. Die US-Airline Southwest <US8447411088> bestellte weitere 100 Mittelstreckenjets der 737-Max-Reihe und sicherte sich Kaufoptionen für 155 Maschinen.