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Aktien New York Ausblick: Furcht vor Zinsanstieg bremst Rekordjagd

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach dem deutlichen Kursanstieg am Vortag mit einem weiteren Rekord für den Dow Jones Industrial <US2605661048> treten die Anleger am Donnerstag zunächst etwas auf die Bremse. Gut eine Stunde vor der Handelseröffnung in New York taxierte der Broker IG den US-Leitindex mit plus 0,08 Prozent auf 31 987 Punkte nur wenig verändert. Die zuletzt erholte Technologiebörse Nasdaq dürfte schwächer starten.

Die steigenden Renditen an den Anleihenmärkten aus Furcht vor anziehender Inflation drückten auf die Stimmung der Anleger, kommentierte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda Europe. So verblassten nun auch wieder die am Vortag verbuchten Kursgewinne, ausgelöst von beschwichtigenden Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zur Geldpolitik und positiven Impfstoffnachrichten von Johnson & Johnson <US4781601046>. Investoren seien mehr und mehr überzeugt, dass die Inflation zunehme und die Notenbank zu einer Straffung ihrer Geldpolitik veranlasse, führte Erlam aus.

Eine hohe Nachfrage nach Technik für Rechenzentren und Grafikkarten ließ den Umsatz und Gewinn von Nvidia <US67066G1040> im vergangenen Quartal weiter hochspringen. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag rutschten die Papiere gleichwohl um mehr als drei Prozent ab. Während der Telefonkonferenz zu den Zahlen hatte Finanzchefin Colette Kress gesagt, das Wachstum resultiere aktuell aus dem Geschäft mit Computerspielen. Einige Analysten fürchteten daher, dies könnte bedeuten, dass die Rechenzentrum-Sparte etwas langsamer expandiere.

Die Telekom-Tochter T-Mobile US <US8725901040> sicherte sich mit Blick auf den geplanten Netzausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G bei einer Frequenzauktion in den USA für 9,3 Milliarden US-Dollar 142 Lizenzen. Verglichen mit seinen Konkurrenten musste T-Mobile US weniger tief in die Taschen greifen: AT&T <US00206R1023> kaufte den Angaben nach rund 1600 Lizenzen für 23,4 Milliarden Dollar, Verizon <US92343V1044> erwarb 3500 Lizenzen für 45,5 Milliarden Dollar. Das liegt unter anderem daran, dass die Frequenzaustattung der Tochter der Deutschen Telekom <DE0005557508> ohnehin bereits als gut galt. T-Mobile US gewannen vorbörslich rund viereinhalb Prozent, AT&T und Verizon gaben zwischen einem halben und einem Prozent nach.

Den US-Impfstoffhersteller Moderna <US60770K1079> hielten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten zum Jahresende 2020 in den roten Zahlen, doch die starke Nachfrage nach dem Corona-Vakzin lässt den Umsatz regelrecht explodieren. Vorbörslich ging es für die Titel um mehr als vier Prozent hinauf. Die Produktionskapazitäten für seinen Corona-Impfstoff will Moderna ausbauen. 2021 erwartet das Unternehmen einen Impfstoff-Umsatz von über 18 Milliarden US-Dollar.

Die Aufregung um den Videospielhändler Gamestop <US36467W1099> findet am US-Finanzmarkt kein Ende. Nachdem die Aktien am Mittwoch vorübergehend vom Handel ausgesetzt waren und mit einem Plus von 104 Prozent geschlossen hatten, ging es vorbörslich am Donnerstag nun um weitere 65 Prozent hoch. Der Vizechef von Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway <US0846707026>, Charlie Munger, sieht die Kurskapriolen mit großer Sorge. Sie seien Anzeichen einer "irritierenden Blase", die irgendwann ein böses Ende nehmen müsse.