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Aktien New York: Anleiherenditen treiben Dow an - Nasdaq schwächelt

·Lesedauer: 2 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Die weiter sinkenden Anleiherenditen haben am Mittwoch den US-Standardwerten Auftrieb gegeben. Sie profitierten zudem von optimistischen Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell und Finanzministerin Janet Yellen zu einer Erholung der Wirtschaft von der Corona-Pandemie. Dagegen zollte die Technologiebörse Nasdaq trotz Milliarden-Investitionen des Chipriesen Intel <US4581401001> ihrer zuletzt überdurchschnittlichen Entwicklung Tribut. Schwache heimische Konjunkturdaten ließen die Anleger indes kalt.

Zuletzt stieg der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> um 0,83 Prozent auf 32 692,30 Punkte. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> rückte um 0,40 Prozent auf 3925,98 Zähler vor. Dagegen gab der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> trotz starker Halbleitertitel seine Anfangsgewinne schnell ab und notierte zuletzt 0,49 Prozent tiefer bei 12 953,50 Punkten. Er hatte sich jüngst deutlich besser als die beiden Standardwerte-Indizes entwickelt und damit etwas von seinem Rückstand seit Jahresbeginn aufgeholt.

Nach einem freundlichen Wochenauftakt waren die New Yorker Aktienbörsen am Dienstag erst spät unter Druck geraten und mit Verlusten aus dem Handel gegangen.

Intel will mitten in der globalen Halbleiter-Knappheit die Produktionskapazitäten ausbauen und für etwa 20 Milliarden US-Dollar zwei neue Fabriken im US-Bundesstaat Arizona bauen. Davon profitierten die Aktien von Anlagenherstellern für die Chip-Produzenten deutlich mehr als Intel selbst: Während die gut gelaufenen Intel-Titel nach einem starken Start zuletzt nur ein minimales Plus behaupteten, belegten Applied Materials <US0382221051>, Kla Corp und Lam Research mit Kursgewinnen von bis zu rund sieben Prozent vordere Plätze im Nasdaq 100.

Noch schlechter als den Intel-Titeln erging es den Papieren von Adobe <US00724F1012>: Nach einem freundlichen Start zollten sie mit einem Minus von fast anderthalb Prozent der jüngsten Erholung Tribut, obwohl der Software-Entwickler mit seinem Jahresziel für den Gewinn je Aktie selbst die höchste Analystenschätzung übertraf.

Bei der Mediengruppe ViacomCBS <US92553P1021> lastete die Aussicht auf eine milliardenschwere Kapitalerhöhung weiter schwer auf dem Kurs: Die Aktien sackten um fast 19Prozent ab, nachdem sie bereits am Vortag gut neun Prozent eingebüßt hatten.

Mit minus 20 Prozent noch etwas stärker abwärts ging es mit den Anteilscheinen von Gamestop <US36467W1099>. Der Einzelhändler für Computerspiele und Unterhaltungssoftware enttäuschte mit seinen am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen und erwägt zudem eine Kapitalerhöhung. Davor hatten die Aktien bereits rund sechseinhalb Prozent verloren, nachdem der Abschied des für Kundenangelegenheiten verantwortlichen Managers Frank Hamlin bekannt geworden war.

Dagegen profitierte das Glücksspielunternehmen Bally's mit einem knapp fünfprozentigen Kursplus von der geplanten Übernahme des in London gelisteten Online-Softareentwicklers Gamesys. Beide Unternehmen einigten sich auf einen Kaufpreis von zwei Milliarden Pfund.