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Aktien New York: Amazon und Apple treiben Börsen an - starker Juli

NEW YORK (dpa-AFX) - Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple <US0378331005> und Amazon <US0231351067> haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial <US2605661048> stieg am Freitag um 0,73 Prozent auf 32 767,10 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Auf Wochensicht bringt es der Dow auf einen Gewinn von 2,7 Prozent. Den historisch eher schwachen Börsenmonat Juli würde der Index mit einem Aufschlag von 6,5 Prozent beenden. Das wäre der stärkste Juli seit zwölf Jahren. Unterstützung erhielten die Aktienkurse zuletzt von der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihren Zinserhöhungen möglicherweise doch etwas behutsamer vorgeht.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> gewann am Freitag 1,20 Prozent auf 4121,02 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> legte mit 1,46 Prozent auf 12 903,74 Punkte noch etwas stärker zu. Positive Nachrichten gab es zudem von der Konjunktur, die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli etwas stärker aufgehellt als erwartet.

Um zwölf Prozent ging es mit den Aktien von Amazon nach oben. Der weltgrößte Online-Händler hat den Umsatz im zweiten Quartal trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen deutlich gesteigert. Analyst Lee Horowitz von der Deutschen Bank nannte Amazon "den Hafen im konjunkturellen Sturm".

Auch Apple trotzt mit dem iPhone-Geschäft bisher Konjunktursorgen und Logistik-Engpässen. Im vergangenen Quartal konnte das iPhone in einem insgesamt geschrumpften Smartphone-Markt zulegen. Die Aktien gewannen 3,5 Prozent.

Ganz anders Intel <US4581401001>. Der Chip-Riese hat nach einem Umsatzeinbruch und roten Zahlen im vergangenen Quartal die Jahresziele kassiert. Experte Stacy Rasgon vom Investmenthaus Bernstein nannte die Profitabilität "erschreckend" und die neuen Jahresziele "garstig". Mit minus 8,1 Prozent fanden sich die Aktien abgeschlagen am Ende des Dow wieder.

Nicht gut kamen auch Aussagen des Konsumgüterriesen Procter & Gamble <US7427181091> an, die Aktie war mit minus 5,4 Prozent zweitgrößter Verlierer im Index. Der Konzern rechnet in diesem Jahr mit Gegenwind von der hohen Inflation.

Auf den Beifall der Investoren stieß ein Rekordgewinn des Ölkonzerns Exxon Mobil <US30231G1022>. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise verschafften dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Gewinn von 17,9 Milliarden Dollar. Der Kurs stieg um 4,4 Prozent. Noch besser kamen indes die Zahlen des Kontrahenten Chevron <US1667641005> an, der zudem den milliardenschweren Aktienrückkauf aufstockte. Chevron zogen um 8,5 Prozent an.

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