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Warum Aktien-Millionäre selten kurzfristig denken!

Frank Seehawer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Aktien-Millionäre denken langfristig. Warum nur? Einigen Fools mag bestimmt schon mal aufgefallen sein, dass Millionäre oder auch Milliardäre völlig anders denken als Kleinaktionäre.

Ein entscheidender Punkt ist, dass sie ihre Aktienposition nicht als ein Spekulationsobjekt sehen, sondern als eine Beteiligung an einem wunderbaren Unternehmen.

Erfolgreiche Investoren denken als langfristige Unternehmer

In der Regel haben sie eine Idee davon, wo das Unternehmen in drei oder fünf Jahren stehen wird. Visionäre haben sogar einen noch längeren Zeitraum im Blick: Sie denken über Jahrzehnte nach und nicht über Tage, Wochen oder Monate.

Der Zeitraum eines Investments ist dabei von entscheidender Bedeutung für einen Erfolg an der Börse. Geht man davon aus, dass ein Unternehmen erst über einen längeren Zeitraum sein volles Potenzial ausschöpft, so sollte sich der Aktienkurs auch über einen längeren Zeitraum nach oben entwickeln.

Genau das könnte wahrscheinlich der Grund sein, warum Aktien-Millionäre selten kurzfristig denken und ein Unternehmen lieber über Jahre oder sogar Jahrzehnte begleiten, als es nach ein paar Monaten zu verkaufen – egal wo der Kurs steht.

Transaktionen verursachen Kosten

Überlegt man sich weiter, dass jede Geschäftstransaktion auch Kosten verursacht, so könnte eine langfristige Ausrichtung mehr als sinnvoll sein. Leider sind die Finanzmärkte viel zu sehr auf Kurzfristigkeit ausgelegt.

Kein Wunder, denn Vermittler wie Banken oder Broker profitieren von einem regen Handel. Sie lassen die Transaktionskosten gegen null tendieren und erschaffen mit ETFs oder Zertifikaten viele neue Investmentprodukte. Sie sollen eine hohe Handelbarkeit ermöglichen. Aber: Je mehr Kapital sich dreht, desto mehr verdienen sie selbst.

Es ist nicht verwunderlich, warum viele Kleinanleger versuchen, durch einen geschickten Aktienhandel reich zu werden. Sie gehen dabei oftmals auch ein erhöhtes Risiko ein, um kurzfristig eine hohe Rendite zu generieren. Damit begehen sie jedoch den größten Fehler, den sie machen können.

Aktien mit einem hohen Risiko besitzen nämlich auch ein hohes Verlustpotenzial. Nicht jede Risiko-Spekulation geht am Ende auf und jedes Verlust-Investment muss wieder durch ein anderes Geschäft wettgemacht werden. Zusätzlich belasten die Transaktionskosten, mögliche Steuern sowie auch der Research-Aufwand.

Buy-and-Hold-Strategie: Der bessere Weg zum Millionär?

Viel einfacher scheint es daher zu sein, sich eine Aktie einmal genauer anzuschauen und dann für die nächsten Jahre liegen zu lassen. Diese sogenannte Buy-and-Hold Strategie scheint bei vielen Anlegern, insbesondere bei Robin-Hood-Tradern, nicht wirklich verstanden worden zu sein.

In einer Phase steigender Marktpreise, wie sie aktuell seit mehr als zehn Jahren (mit Ausnahme der Corona-Delle) vorherrscht, gibt es nur wenige Verlierer am Aktienmarkt. Entsprechend gut haben sich riskante Strategien erfolgreich umsetzen lassen. Das ist aber ein Trugschluss, denn die Börse ist keine Einbahnstraße.

Aktien-Millionäre haben dies in der Regel gut verstanden. Sie sind nicht gierig, wenn die Kurse steigen. Auch sind sie nicht ängstlich, wenn die Kurse fallen. Sie schauen sich ein Unternehmen an und investieren langfristig. Genauso sollte auch ein wahrer Fool handeln.

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