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Warum Aktien-Millionäre am Anfang Mut und am Ende recht haben

·Lesedauer: 3 Min.
Reicher Mann hält Geldsäcke Millionär Dividende
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Ich kenne einige Aktien-Millionäre. Das ist heutzutage eigentlich nichts Besonderes mehr. Wer in den letzten Jahrzehnten am Aktienmarkt aktiv war, hatte viele Chancen auf satte Gewinne.

Doch es hätte auch ganz anders kommen können. Neben 100X-Chancen und Tech-Revolutionären gab es auch viele Rohrkrepierer. Nicht wenige Aktien implodierten nach schamlosen Betrügereien komplett und auf Nimmerwiedersehen.

Hatten die Aktien-Millionäre also einfach nur Glück? Sicher gehört auch das dazu.

Wer genau hinsieht, erkennt jedoch folgendes Rezept: Wer an der Börse am Ende recht behalten will, muss am Anfang mutig sein.

Aktien-Millionäre halten sich nicht für mutig

Mut wird oft mit Naivität verwechselt. Den Spieler am Roulette-Tisch, der alles auf Rot setzt, hält niemand für mutig. So etwas wirkt beinahe suizidal.

Aktien-Millionäre halten sich selbst selten für mutig. Wer vor 20 Jahren auf E-Commerce oder Suchmaschinen gesetzt hat, für den war die Sache sonnenklar.

Doch so einfach ist das nicht. Es ist eine Sache, einen Megatrend zu erkennen. Eine völlig andere, mit viel Kapital auf diesen Zug aufzuspringen.

Der Mut eines Entdeckers

Emanuel Kant schrieb einst: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Ein weiser Rat, der auch über 200 Jahre später nicht zu unterschätzen ist. Vor allem, wenn es um den Kauf und Verkauf von Aktien geht.

Wer sind denn die Aktien-Millionäre von heute? Es sind jene, die nicht darauf gehört haben, als Ende der 1990er-Jahre allgemein verkündet wurde, dass das Internet nur eine Modeerscheinung sei, die schnell wieder verschwinden würde. Vielleicht auch jene, die sich lange vor der Coronakrise eingehend mit den Chancen und Risiken von mRNA-Impfstoffen beschäftigt haben.

Stets war Mut gefragt. Die Art Mut, die man braucht, um größtenteils unerforschte Gebiete zu erkunden. Solche Gegenden, in die sich die Mehrheit der Menschen niemals vorwagen würde.

Der Markt lässt sich gerne lange bitten

Doch damit ist es längst nicht getan. Wer den Mut aufgebracht hat, sich in das Abenteuer eines handverlesenen Geschäftsmodells zu stürzen, hat nur den ersten Schritt gemacht.

Aktien-Millionäre bekommen in den seltensten Fällen sofort recht. Wer denkt, dass die Aktie seiner Wahl in Wahrheit das 1.000-Fache wert ist, wird vom Markt gerne für lange Zeit enttäuscht.

Nicht selten mit brutalen Mutproben, die Kursverluste von 50 % oder mehr beinhalten. Um am Ende recht zu behalten, müssen Aktien-Millionäre oft jahrelang den Mut aufbringen, nicht zu verkaufen.

Für Aktien-Millionäre war es die beste Reise ihres Lebens

Viele denken, dass Aktien-Millionäre nur Glück hatten. Manche vermuten sogar eine Geheimformel.

Dabei ist die Antwort oft ganz einfach. Und doch so unendlich hart.

Wer am Ende recht haben will, muss am Anfang mutig sein. Wie ein Börsen-Kolumbus, der sich trotz aller Widrigkeiten auf den Weg nach Amerika macht.

Ist die Reise am Ende den Aufwand wert? Die Aktien-Millionäre, die ich kenne, würden diese Frage mit einem klaren Ja beantworten.

Der Artikel Warum Aktien-Millionäre am Anfang Mut und am Ende recht haben ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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