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Jetzt Aktien kaufen und mit 193.774 Euro früh in Rente gehen!

Caio Reimertshofer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Früh in Rente gehen und vor allem dabei finanziell ausgesorgt haben. Das ist ein Traum, den vermutlich viele deutsche Sparer verfolgen. Das ganze Jahr über geht man arbeiten und spart sich vom hart erarbeiteten Gehalt brav etwas weg. Und wofür das Ganze?

Auf dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto werden die Ersparnisse durch die Inflation regelrecht entwertet. Dank der Niedrigzinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank) kann sich das Geld auch nicht vermehren. Ganz im Gegenteil: Vermögende Menschen müssen jetzt schon Negativzinsen fürchten, die das Geld zusätzlich zur Inflation sogar vermindern. Zu Hause das Bargeld unter das Kopfkissen zu legen ist irgendwie auch keine Option. Ganz zu schweigen davon, dass es ziemlich unsicher ist.

Der smarte deutsche Sparer fragt sich also mittlerweile vollkommen zu Recht, wohin mit dem Geld. Immerhin ist ja auch bekannt, dass die Rentenlücke zunehmend größer wird. Die Hoffnung, dass die Politik diese Rentenlücke schließt, sollte man lieber nicht schüren.

Immerhin sind die Politiker lieber damit beschäftigt, deutsche Steuergelder ins Ausland zu verschieben – doch das sei nur am Rande erwähnt, heute soll es ja darum gehen, wie Sparer ihr Geld vermehren können und bis zur Rente beispielsweise eine attraktive Summe wie 193.774 Euro auf dem Konto haben könnten.

Jetzt Aktien kaufen und früh in die Rente gehen

„Um Himmels willen, Aktien!“, könnte gerade durch den einen oder anderen Leserkopf gehen. Keine Sorge, es geht nicht darum, jetzt Aktien zu kaufen, um morgen reich zu sein. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Man darf Aktien nicht als Teufelszeug sehen. Aktien sind – entgegen dem allgemeinen Konsens – keine Spielchips für das große Casino namens Börse.

Aktien sind Anteile an echten Unternehmen, die man an der Börse erwerben kann. Wenn man also von einem Unternehmen überzeugt ist, dessen Geschäfte kennt und am besten auch ein wenig Ahnung von Finanzkennzahlen hat (kann man sich mit etwas Mühe auch aneignen, nur der Wille muss da sein), kann man schnell zum Aktionär werden. Also zum Unternehmensanteilseigner. Das klingt für mich schon besser, als am Roulette-Tisch alles auf Rot oder Schwarz zu setzen.

Wenn man diesen Grundsatz verinnerlicht hat und zudem vorhat, langfristig zu investieren, dann ist die Vorstellung, reich zu werden, nicht nur ein Traum. Früh mit genügend finanziellen Mitteln in Rente zu gehen, ist also ein realistisches Ziel – für jeden.

Wichtig ist eben, dass man sich von kurzfristigen Schwankungen am Aktienmarkt (das sind die Zocker), nicht beeindrucken lässt. Denn auf lange Sicht steigen die Unternehmenswerte von großartigen Unternehmen. Um das Risiko etwas abzufedern und auch mehr Chancen auf großartige Renditen zu haben, sollte man sein Portfolio breit streuen. Das heißt, in Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Ländern und in verschiedenen Größen zu investieren.

Mit 193.774 Euro in die Rente

Das ist nicht nur bloße Theorie, wie wir nun an zwei Beispielen feststellen werden. Der DAX hat in den letzten 50 Jahren im Durchschnitt pro Jahr eine Rendite von etwa 7 % abgeworfen. Wie man sieht also viel mehr als der heutige Zinssatz auf Tagesgeldkonten.

Geht man davon aus, dass der DAX auch weiterhin steigt, wie es bisher langfristig gesehen immer der Fall gewesen ist, kann man sich bis zur Rente durch Investitionen in Aktien eine goldene Nase verdienen. Im Moment ist es besonders reizvoll, damit zu beginnen, da durch die Coronakrise einige großartige Unternehmen mit einem schönen Rabatt auf deren Aktienkurse gehandelt werden.

Legt man beispielsweise 10.000 Euro einmalig zu 7 % Rendite an, verfügt man nach 30 Jahren über ein Vermögen in Höhe von 76.123 Euro. Ohne jemals wieder einen Cent investiert zu haben! Wenn man 10.000 Euro einmalig investiert und fortan monatlich 100 Euro investiert, verfügt man bei gleicher Rendite nach 30 Jahren über die besagten 193.774 Euro. Damit lässt sich sicherlich früh in Rente gehen, insbesondere wenn man jetzt noch recht jung ist.

Es ist verständlich, dass das im ersten Moment nach einem Hexenwerk klingt. Das ist es aber nicht. Die angeführte Rendite ist historisch belegbar und es sprechen sehr viele Gründe dafür, dass die Märkte diese wachsende Eigenschaft beibehalten werden. Egal welche Krise zwischendurch stattfinden wird.

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