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Aktien Frankfurt: Wenig Bewegung - Anleger warten auf US-Inflationsdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor wichtigen US-Inflationsdaten haben sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Dienstag nicht mehr allzu weit aus dem Fenster gelehnt. Der Dax <DE0008469008> knüpfte mit sehr moderaten Gewinnen an seine Kurserholung vom Vortag an und stand gegen Mittag mit 0,07 Prozent im Plus bei 15 712,37 Punkten. Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Börsenwerte verbuchte ein dünnes Plus von 0,03 Prozent auf 35 809,08 Zähler. Unterdessen ging es für den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> um 0,22 Prozent nach unten auf 4180,21 Punkte.

Beobachter rechnen bis zu den am Nachmittag anstehenden US-Inflationsdaten weiterhin nur mit wenig Bewegung an den Märkten. Die Verbraucherpreise sind ein wichtiges Kriterium für die US-Währungshüter, die in der kommenden Woche zusammentreffen. Die Sitzung gilt als besonders wichtig, da die Fed zuletzt eine Drosselung ihrer Anleihekäufe signalisiert hatte.

Am Markt herrscht laut Börsianern derzeit Konsens, dass der Preisauftrieb im August zumindest nicht weiter Fahrt aufgenommen hat. "Eine Stabilisierung der Inflationsrate würde die Fed zumindest nicht zusätzlich unter Druck bringen", glaubt Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Aussicht auf eine Dämpfung der lockeren US-Geldpolitik gepaart mit Konjunktur-, Inflations- und Corona-Sorgen hatte noch in der Vorwoche die Wall Street ins Taumeln gebracht. Auch der Dax hatte im Schlepptau des schwachen US-Handels nachgegeben. Zu Wochenbeginn hatten sich die Aktienmärke dann aber wieder etwas erholen können.

Am Dienstag lastete unter den Einzelwerten im Dax eine skeptische Analystenstudie auf den Merck-Papieren <DE0006599905>: Die Aktien des Pharma- und Spezialchemiekonzerns rutschten nach einer Verkaufsempfehlung durch die Schweizer Bank UBS um knapp drei Prozent ab. Erst kürzlich hatten sie noch einen weiteren Rekord markiert. Analyst Michael Leuchten hält jedoch die hohe Bewertung für überzogen und glaubt nicht daran, dass das von den Darmstädtern angestrebte mittelfristige Wachstum in gleichem Maß auf die Ergebnisentwicklung durchschlägt.

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Aktienkursverluste in New York am Vorabend beim US-Sportartikelhersteller Nike <US6541061031> schlugen auch auf die deutschen Wettbewerber durch. Adidas <DE000A1EWWW0> etwa büßten knapp 1,2 Prozent ein. Händlern zufolge hatten sich Wall-Street-Analysten in einer Studie zu Nike pessimistisch geäußert und auf Probleme in den Lieferketten der Branche hingewiesen. Die Experten befürchten, diese könnten noch ein bis zwei Jahre anhalten.

Während SAP <DE0007164600> und Software AG <DE000A2GS401> im Sog enttäuschender Umsätze bei Oracle <US68389X1054> jeweils mit rund einem halben Prozent Minus schwächelten, rutschten Delivery Hero <DE000A2E4K43> um 1,3 Prozent ab. Hier war eine gestrichene Kaufempfehlung von Oddo ausschlaggebend.

Im MDax waren Siemens Healthineers <DE000SHL1006> mit einem Aufschlag von mehr als zwei Prozent der Favoriten. Börsianer verwiesen auf die allgemein gute Stimmung für die Aktie mit dem bevorstehenden Dax-Aufstieg und die Aussicht auf eine Erhöhung der Mittelfristziele. Zudem äußerten sich die Berenberg-Analysten positiv.

Eine angehobene Jahresprognose von Deutz <DE0006305006> zog unterdessen die Investoren in die Papiere des Motorenherstellers. Mit einem Kursplus von mehr als 6 Prozent eroberten sie den Spitzenplatz im Index der kleineren Werte SDax <DE0009653386>. Aktien des Verbindungstechnikspezialisten Norma hingegen brachen nach einer Kürzung der Margenziele ein, sie verloren zuletzt mehr als acht Prozent./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---