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Aktien Frankfurt: Rezessionsangst belastet den Dax

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> ist am Montag wegen größer werdender Zins- und Konjunktursorgen klar unter die Marke von 14 000 Punkte gerutscht. Der deutsche Leitindex verlor gegen Mittag 1,65 Prozent auf 13 909,36 Zähler und knüpfte so an seine deutlichen Freitagsverluste an. Einige Punkte tiefer hatte er am Morgen den niedrigsten Stand seit Mitte März erreicht. Weder das überraschend aufgehellte Ifo-Geschäftsklima noch der Wahlsieg des französischen Präsidenten Emmanuel Macron waren ihm eine Stütze.

Auch für europäische Indexkollegen des Dax gab es zu Wochenbeginn klare Verluste: Der die zweite deutsche Börsenliga abbildende MDax <DE0008467416> verlor 1,57 Prozent auf 30 315,62 Zähler, während der EuroStoxx <EU0009658145> auf europäischer Bühne sogar um 2,3 Prozent absackte. Ungeachtet der politischen Kontinuität in Frankreich fiel der Pariser Leitindex Cac in ähnlichem Maße wie der Eurozonen-Leitindex.

Wegen der Perspektive rasant steigender US-Leitzinsen, extremer Inflationstendenzen, dem Ukraine-Krieg, gestresster Lieferketten und der sich zuspitzenden Corona-Situation in China geht die Sorge vor einer Rezession um.

Gemildert wurde dies auch nicht von der Tatsache, dass der am Morgen veröffentlichte Ifo-Index im April überraschend auf 91,8 Zähler stieg. Laut dem Deka-Bank-Chefvolkswirt Ulrich Kater bedeutet dies für die Wirtschaft aber keine Entwarnung.

"Zum einen profitieren die Dienstleister gegenwärtig vom Ende des Lockdowns und zum anderen sind die Folgen der bisherigen Wirtschaftssanktionen besser einschätzbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Gegenwind für die deutsche Wirtschaft nachlässt", argumentierte Kater mit Verweis auf Liefer- und Produktionsengpässe, die sich bald zeigen dürften. "Die Konjunkturaussichten für dieses Jahr bleiben eingetrübt, insbesondere wenn sich die Sanktionsspirale weiterdrehen sollte", so der Experte.

Die Rezessionsängste lasten vor allem auf konjunkturabhängigen Branchen und trieben Anleger eher in vermeintlich defensiven Einzelwerte. In Zeiten der voranschreitenden Energiewende zählten die RWE <DE0007037129>-Aktien zu den positiven Ausnahmen. Mit einem Anstieg um 1,3 Prozent hatten sie nach einem positiven Kommentar der Deutsche-Bank-Analysten im Dax die Spitzenposition inne. Weitere Gewinner waren dort die Titel der Deutschen Telekom und des Konsumgüterkonzerns Henkel <DE0006048432>.

Zur Dax-Schwäche trugen einmal mehr die konjunkturempfindlichen Banken sowie Autobauer bei - sowie technologielastige Unternehmen, deren Bewertungen in Zeiten steigender Zinsen als besonders gefährdet gelten. Die Schlusslichter im Dax waren die Aktien der Deutschen Bank <DE0005140008> und der Online-Unternehmen Delivery Hero <DE000A2E4K43> sowie Zalando <DE000ZAL1111> mit Einbußen von jeweils etwas mehr als vier Prozent.

Auch die SAP <DE0007164600>-Anteile waren mit minus 2,2 Prozent unter den größeren Verlierern. Mehrere Kurszielsenkungen und die Streichung der Kaufempfehlung durch das Bankhaus Metzler belasteten die Papiere des Softwarekonzerns. Der Metzler-Analyst Holger Schmidt begründete diesen Schritt mit durchwachsenen Quartalsergebnissen und Ergebnisrisiken.

Weil die Konjunktursorgen die Metallpreise belasteten, litten auch die Papiere der deutschen Stahl- und Kupferkonzerne kräftig. Besonders schwer traf es hier die zuletzt recht gut gelaufenen Papiere der Konzerne Salzgitter <DE0006202005> und Aurubis <DE0006766504> mit Kursverlusten von 9,3 respektive 5,8 Prozent.

Nicht zur Ruhe kommen die Titel der Adler Group <LU1250154413>: Ein Kursrutsch um elf Prozent auf ein Zweimonatstief zeigt, dass die Aktionäre nach dem am Freitag vorgestellten Bericht der KPMG-Wirtschaftsprüfer noch nicht an einen Befreiungsschlag glauben, auch wenn dieser laut Adler keine Beweise für einen systematischen Betrug hervorbrachte. Laut dem Barclays-Analysten Sander Bunck gibt es noch zu viele Unsicherheiten, um die Aktie wieder "in ruhigere Gewässer zu führen".

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