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Aktien Frankfurt: Leichte Gewinnmitnahmen am Verfalltag

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt ist am sogenannten großen Verfallstag leicht eingeknickt. Der Dax <DE0008469008> notierte gegen Mittag 0,40 Prozent tiefer bei 14 715,96 Punkten, nachdem er am Vortag mit 14 804 Punkten ein Rekordhoch erreicht hatte. Damit deutet sich für den deutschen Leitindex ein Wochengewinn von rund 1,5 Prozent an.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitag um 0,72 Prozent auf 31 743,63 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es um 0,4 Prozent abwärts.

Am großen Verfallstag laufen Terminkontrakte auf Indizes und einzelne Aktien aus. Börsianer verwenden den Begriff, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. An solchen Tagen sind größere Schwankungen möglich, da große Marktteilnehmer wie Fonds- oder Vermögensverwalter manchmal versuchen, noch rechtzeitig die Kurse in Richtung jener Preise zu treiben, zu denen sie an der Terminbörse engagiert sind.

Die Marktakteure schienen sich mit dem Dax-Niveau um 14 700 Punkte am großen Verfalltag anfreunden zu können, bemerkte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect. "So wechseln zwar erwartungsgemäß einige der Favoriten der Investoren aber insgesamt führt dieses Handelsverhalten zu einer Stabilisierung des Gesamtmarktes." Zyklische Werte seien kaum gefragt, während Aktien von defensiven Unternehmen aus den Branchen Versorger, Immobilien und Bau gesucht würden, so Lipkow.

Unter den Einzelwerten fielen die Aktien von Gea <DE0006602006> mit einem Kursplus von vier Prozent positiv auf und waren damit MDax-Spitzenreiter. Die Schweizer Großbank UBS hatte die Papiere des Anlagenbauers von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 33 auf 40 Euro angehoben. Die Gea-Aktie habe sich zuletzt deutlich schlechter als der Branchendurchschnitt entwickelt, bemerkte Analyst Sven Weier. Nun sei aber ein Wendepunkt gekommen, denn die Auftragsdynamik dürfte zunehmen, zu höheren Margen führen und damit zu einer Aufwertung der Papiere.

Nach den massiven Kursgewinnen der Volkswagen-Stammaktien <DE0007664005> in den vergangenen Tagen machten die Anleger am Freitag Kasse. Zuletzt notierten die Papiere 9,5 Prozent im Minus. Für die abgelaufene Woche bleibt auf diesem Niveau aber immer noch ein satter Gewinn von rund 28 Prozent hängen.

Bei den zuletzt ebenfalls deutlich gestiegenen, stimmrechtslosen Vorzugsaktien <DE0007664039> des Autobauers ging es am Freitag weiter nach oben. Sie stiegen um 2,1 Prozent. Daraus resultiert ein aktueller Wochengewinn von rund 20 Prozent. Marktteilnehmer hatten zuletzt immer wieder auf die starke Nachfrage der US-Anleger nach den dort handelbaren Volkswagen-Hinterlegungsscheinen (ADR) hingewiesen - sie werden mit Stammaktien besichert.

Eine unerwartet starke Geschäftsentwicklung des US-Logistikkonzerns Fedex <US31428X1063> ließ die Anleger der Deutschen Post DHL <DE0005552004> kalt. Die Papiere des Bonner Brief- und Paketdienstes fielen um 1,8 Prozent.

Eine verhaltene Studie der Schweizer Bank UBS ließ die Aktien des Kunststoffkonzerns Covestro <DE0006062144> um 3,8 Prozent absacken und unter die 50-Tage-Linie fallen. Diese Linie gilt als Indikator für den mittelfristigen Trend.

Die Anteilsscheine von HeidelbergCement <DE0006047004> standen mit einem Kursaufschlag von 3,6 Prozent an der Dax-Spitze und erreichten den höchsten Stand seit Juni 2018. Sie profitierten von positiven Analystenstimmen. So erhöhten die Experten der Deutschen Bank und der Credit Suisse ihre Kursziele für die Papiere des Baustoffkonzerns.

Die Bechtle-Aktien <DE0005158703> verloren 2,0 Prozent. Der IT-Dienstleister will trotz hoher Unsicherheiten in diesem Jahr deutlich zulegen und so profitabel bleiben wie zuletzt. Die Anleger hatten offenbar mehr erwartet. Der Ausblick sei gewohnt vorsichtig, hieß es am Markt.

Die Nemetschek-Titel <DE0006452907> legten um 0,3 Prozent zu. Der Bausoftwareanbieter erhöht die Dividende. Für das vergangene Jahr sollen mit 30 Cent je Aktie zwei Cent mehr ausgeschüttet werden als im Jahr zuvor. Der Konzern hatte 2020 den Umsatz um gut 7 Prozent gesteigert, das operative Ergebnis wuchs um 4 Prozent./edh/mis

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---