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Aktien Frankfurt: Hellofresh, Fresenius und FMC treiben Dax näher zum Rekord

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positiv aufgenommene Quartalsberichte von Unternehmen haben den Dax <DE0008469008> am Dienstag weiter in Richtung Rekordhoch getrieben. Nach seinem starken Monatsbeginn am Vortag stieg der deutsche Leitindex nun gegen Mittag um 0,46 Prozent auf 15 879,52 Punkte. Seine Bestmarke aus dem August steht bei 16 030 Zählern.

Der Dax befinde sich weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend, stellte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets fest. Gleichzeitig sei aber die Skepsis der Anleger gegenüber dem steigenden Markt relativ hoch. Womöglich sei die Mehrheit der Anleger noch nicht wieder im Markt, sodass die vermeintliche Jahresendrally Spielraum nach oben habe.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel notierte zuletzt mit plus 0,06 Prozent auf 35 139,68 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> legte um 0,2 Prozent zu.

Im Fokus der Anleger steht neben Quartalsberichten die beginnende Sitzung der US-Notenbank Fed, deren Ergebnisse am Mittwoch verkündet werden. "Es ist mittlerweile Konsens, dass die Fed morgen ihren Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik verkünden wird", erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Börsen erwarteten einen konkreten Fahrplan für das so genannte Tapering - also die Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe, die wohl noch in diesem Jahr beginne.

Quartalszahlen aus dem Dax präsentierten am Dienstag der Klinik- und Medizinkonzern Fresenius <DE0005785604> und dessen Tochter, der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC) <DE0005785802>. Die FMC-Aktien, die jüngst noch auf ein Tief seit März gefallen waren, erholten sich mit plus 3,2 Prozent. FMC will sich fortan schlanker aufstellen. Der Kostensenkungsplan beeindrucke, sagte ein Händler. Analyst David Adlington von der US-Bank JPMorgan hält angesichts des Ausblicks von FMC die gegenwärtigen Markterwartungen für das laufende Jahr allerdings noch für zu hoch.

Der Mutterkonzern Fresenius wiederum hob seine Wachstumsziele für das Jahr an. Das dritte Quartal sei besser als erwartet verlaufen, so der Händler. Die Aktien gewannen 3,6 Prozent.

Überzeugen konnte den Markt der Kochboxenkonzern Hellofresh <DE000A161408> mit seinen Quartalszahlen und einer Anhebung der Umsatzprognose. Seit Ende August im Abwärtstrend, landeten die Papiere nun an der Dax-Spitze mit plus 15 Prozent einen vorläufigen Befreiungsschlag.

Marktexperte Andreas Lipkow wies gleichwohl darauf hin, dass die Investoren speziell bei den Aktien der Pandemiegewinner - zu denen Hellofresh zählt - in letzter Zeit vorsichtiger gewesen seien. Die hohen Kursgewinne von Hellofresh dürften daher von Leerverkaufseindeckungen maßgeblich getrieben worden sein, glaubt Lipkow und schlussfolgerte: "Die daraus resultierenden Gesamtmarktgewinne im Dax müssen entsprechend relativiert werden."

Stahlwerte wie Salzgitter <DE0006202005>, Klöckner & Co <DE000KC01000> und auch Thyssenkrupp <DE0007500001> wurden von weiter sinkenden Eisenerzpreisen belastet und verloren bis zu 4,8 Prozent.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> fanden die Anteile der Shop Apotheke <NL0012044747> nach Quartalszahlen und einer für 2021 nach unten angepassten Wachstumsprognose zunächst keine klare Richtung, starteten dann aber eine Rally. Zuletzt gewannen sie noch 3,7 Prozent. Die trübere Umsatzprognose sei letztlich keine größere Überraschungen, schrieb Jefferies-Experte Alexander Thiel. Wachstumsimpulse gehen dem Warburg-Analysten Michael Heider zufolge ohnehin vom E-Rezept aus./ajx/stk

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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