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Aktien Frankfurt: Expansive US-Geldpolitik treibt Dax auf Rekord

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die weiter sehr lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed hat dem Dax <DE0008469008> am Donnerstag zu weiteren Höchstständen verholfen. In der Spitze stieg der deutsche Leitindex bis auf 14 780 Zähler, am Nachmittag gewann er noch 0,84 Prozent auf 14 718,83 Punkte. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen legte nur noch um 0,22 Prozent auf 31 938,57 Punkte zu. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> schmolz das Plus auf 0,1 Prozent zusammen.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend die Prognosen zum Wirtschaftswachstum sowie zur Preisentwicklung kräftig erhöht und setzt im Kampf gegen die Corona-Krise unverändert auf eine extrem lockere Geldpolitik. Trotz der höheren Inflationsprognose haben die US-Notenbanker ihre Zinserwartungen nicht verändert und rechnen bis 2023 weiter mit Leitzinsen an der Nullmarke. Hohes Wachstum bedeute für die Fed noch lange nicht, dass die Leitzinsen steigen. Kein Wunder also, dass die Börsen ihre jüngsten Beschlüsse mit Kurszuwächsen goutierten, schrieb Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank.

Mit Unterstützung der Fed bleibe auch die Sektor-Rotation in Gang und sogenannte Value-Aktien entwickelten sich weiter besser als Technologie-Aktien, erläuterte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. So stiegen in Frankfurt mit Aktien von Autokonzernen, Banken sowie Industriewerten weiter jene Titel, die schon in den vergangenen Tagen den Dax gegen alle Stürme an der Technologiebörse Nasdaq verteidigt hätten.

Die Volkswagen-Vorzüge <DE0007664039> setzten ihren Höhenflug mit plus 1,8 Prozent etwas gebremst fort. Die Offensive des Autobauers in der E-Mobilität treibt die Papiere schon seit Tagen an. Volkswagen hat inzwischen SAP <DE0007164600> als wertvollstes Unternehmen im Dax abgelöst. Daimler <DE0007100000> und BMW <DE0005190003> verbuchten Kursgewinne von 3,3 beziehungsweise 2,7 Prozent. Deutsche Bank <DE0005140008> gewannen auf dem ersten Platz im Dax 3,5 Prozent, Commerzbank <DE000CBK1001> auf Platz zwei im MDax 3,9 Prozent. Europaweit profitierten Banken von weiter steigenden Anleiherenditen.

Der Pharmazulieferer Sartorius <DE0007165631> erhöhte nach einem starken Jahresstart die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr. Die Anhebung falle extrem aus, sagte ein Händler. Analysten lobten die jüngst starken Auftragseingänge. Die im MDax notierten Vorzüge schossen um gut neun Prozent hoch. Dagegen zogen überraschend hohe Verluste des schweizerischen Arzneihändlers Zur Rose <CH0042615283> hierzulande die Papiere der Shop Apotheke <NL0012044747> mit nach unten. Sie waren mit minus 7,2 Prozent das MDax-Schlusslicht.

Eckert & Ziegler <DE0005659700> kletterten auf ein Rekordhoch und gewannen im SDax <DE0009653386> zuletzt noch mehr als acht Prozent. Das Strahlen- und Medizintechnikunternehmen berichtete für 2020 einen Gewinn von 1,11 Euro je Aktie und lag damit über dem selbst gesteckten Ziel von 1,00 Euro. Der Motorenhersteller Deutz <DE0006305006> rechnet nach einem Verlustjahr wieder mit einer gewissen Erholung. Als Top-Wert im SDax legten die Titel am Nachmittag um fast zehn Prozent zu.

Der Euro <EU0009652759> konnte seine am Vorabend erzielten Kursgewinne in Richtung 1,20 US-Dollar nicht halten. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1912 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1907 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,37 Prozent am Vortag auf minus 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,21 Prozent auf 144,69 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> sank um 0,44 Prozent auf 170,58 Punkte./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---