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Aktien Frankfurt: Erholung geht weiter - Auch Wall Street im Plus erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Erholung am deutschen Aktienmarkt hat sich zur Wochenmitte fortgesetzt. Der Dax <DE0008469008> stieg am frühen Nachmittag um gut ein Prozent auf 12 109,56 Punkte und ließ somit die 12 000er Marke wieder hinter sich. Vom Rekordhoch von vor zwei Wochen hat der Leitindex jedoch noch immer rund zwölf Prozent verloren.

Etwas auf die Stimmung und auch auf die Aktienkurse drückte die Nachricht, dass Italien wegen des neuartigen Coronavirus alle Schulen bis Mitte März schließt. Der Dax und auch der Mailänder Leitindex kamen daraufhin von ihren Tageshöchstkursen etwas zurück.

Auch an der Wall Street dürfte es im frühen Handel aufwärts gehen, der Dow Jones Industrial <US2605661048> wird zwei Prozent fester erwartet. Am Vortag waren die Anleger trotz einer überraschenden Zinssenkung der US-Notenbank in Deckung gegangen. Der Dow hatte kräftig nachgegeben. Wegen der Gefahren für die Wirtschaft durch das neuartige Coronavirus hatte die Fed den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte gesenkt.

Mit der Zinssenkung habe die Notenbank zwar überraschend schnell auf das Coronavirus reagiert, kommentierte die Bank Credit Suisse. Erweise sich das Virus aber als hartnäckig, dürfte dieser Schritt für eine Stützung der Wirtschaft nicht ausreichen. Die Rufe nach weiteren Maßnahmen der Fed dürften dann lauter werden. Anleger sollten sich in den kommenden Tagen und Wochen am Markt zurückhalten, riet die Bank.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel rückte am Mittwoch um 0,7 Prozent auf 26 088,11 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitbarometer der Eurozone legte um ein knappes Prozent zu.

In China hinterlässt derweil die Epidemie des Coronavirus tiefe Spuren in der Wirtschaft: Der Caixin-Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen halbierte sich im Februar fast und sackte auf ein Rekordtief ab. Auch der Autoabsatz in China brach im Februar ein.

Bayer-Aktien <DE000BAY0017> verteuerten sich um 3,4 Prozent. Die Deutsche Bank empfiehlt die Papiere wieder zum Kauf. Diese seien schlicht unterbewertet, lautete die Begründung. Ein positiver Kommentar des US-Brokers Jefferies ließ den Kurs von Munich Re <DE0008430026> um 2,4 Prozent zulegen.

Geschäftszahlen veröffentlichten der Chemikalienhändler Brenntag <DE000A1DAHH0>, der Chemieproduzent Evonik <DE000EVNK013> und der Chip-Hersteller Dialog Semiconductor <GB0059822006>. Anleger reagierten mit Käufen: Dialog Semiconductor stiegen um 2,6 Prozent, Evonik um 3,5 Prozent und Brenntag um 4,5 Prozent. Die Aktien lagen damit auf den vorderen Plätzen im MDax.

Die jüngste Kursrally der Aktien von Teamviewer <DE000A2YN900> nutzte der Investor Permira zum weiteren Ausstieg. Er platzierte 22 Millionen Aktien zu je 32 Euro und baute den Anteil auf 51,5 Prozent ab. Die Papiere fielen um 4,5 Prozent und waren größter Verlierer im MDax.

Metro-Aktien verloren 1,2 Prozent. Am Dienstag hatten Spekulationen um eine Übernahme der Metro durch den US-Lebensmittellieferant Sysco den Metro-Kurs um fast 20 Prozent nach oben getrieben. Eine offizielle Bestätigung blieb bislang aber aus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,57 Prozent auf minus 0,62 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,26 Prozent auf 146,28 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> verlor 0,23 Prozent auf 177,74 Punkte.

Der Euro <EU0009652759> notierte zuletzt bei 1,1124 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1117 Dollar festgesetzt./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---