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Aktien Frankfurt: Erholung - Dax wieder knapp über 14 000 Punkte

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstag von seinen zur Wochenmitte erlittenen Verlusten weitgehend erholt. Die Kursbewegungen hielten sich aber in Grenzen, zumal die wichtigsten Börsen in Asien wegen Feiertagen geschlossen bleiben.

Der Dax <DE0008469008> eroberte die Marke von 14 000 Punkten zurück und lag zuletzt 0,50 Prozent im Plus bei 14 002,60 Punkten. Der Leitindex hatte zu Wochenbeginn einen historischen Höchststand erreicht, war anschließend aber ein wenig zurückgefallen. Am Mittwoch hatte er die Durchschnittslinie der vergangenen 21 Börsentage getestet, diese hatte als Unterstützung gehalten. Sie gilt als Indikator für den kurzfristigen Trend.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte stieg am Donnerstag um 0,71 Prozent auf 32 359,52 Punkte. Beim Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 <EU0009658145> stand ein Plus von 0,3 Prozent zu Buche.

Generell hoffen die Anleger weiterhin auf Impulse aus den USA. Die neue Regierung unter Präsident Joe Biden versucht gegenwärtig, im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise ein neues, riesiges Konjunkturpaket aufzulegen. Einige prominente Ökonomen warnen zwar vor Inflationsgefahren, da sie das Paket für zu umfangreich halten. Sollte die Preisstabilität tatsächlich gefährdet sein, könnte die US-Notenbank (Fed) gegensteuern und mit einer härteren Gangart die Börsen unter Druck setzten. Jüngste Anmerkungen von Fed-Chef Jerome Powell aber beruhigten die Anleger. Wichtig sei eine geduldige und unterstützende Geldpolitik, die die Lehren aus der Vergangenheit berücksichtige, sagte Powell.

Anleger blickten derweil auch auf die verlängerten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die nun grundsätzlich bis zum 7. März gelten. Darauf hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder am Vortag nach mehrstündigen Beratungen verständigt. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis dahin stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Länder die Beschränkungen schrittweise lockern. Die anhaltend strengen Beschränkungen dürften schwer auf dem Wirtschaftswachstum im ersten Quartal lasten, schrieb Investmentanalystin Katja Müller von der Landesbank Baden-Württemberg.

Mit Blick auf einzelne Unternehmen griffen die Anleger insbesondere bei den Aktien von Sportartikelherstellern zu. So stiegen Adidas <DE000A1EWWW0> an der Dax-Spitze um 3,5 Prozent und Puma <DE0006969603> unter den besten Werten im MDax um knapp 4 Prozent. Die Schweizer Großbank UBS hatte beide Werte zum Kauf empfohlen.

Anteilsscheine der Deutschen Börse <DE0005810055> hingegen taten sich lange Zeit mit einer Richtungssuche schwer und lagen zuletzt gut ein Prozent im Plus. Der rege Handel an den Finanzmärkten in der Corona-Krise bescherte dem Börsenbetreiber ein Rekordjahr. Experten hatten aber mit einem etwas höheren Gewinn und mehr Dividende gerechnet. Die Ziele für Umsatz- und Betriebsgewinn 2021 lägen derweil über den Erwartungen, schrieb Analyst Michael Werner von der UBS.

Am MDax-Ende mussten die Aktionäre der Commerzbank <DE000CBK1001> Einbußen in Höhe von 6,7 Prozent hinnehmen. Das Finanzhaus drückt zwar beim Konzernumbau aufs Tempo und will nach einem Milliardenverlust 2020 schon im laufenden Jahr deutlich bessere Geschäfte machen. Branchenexperte Kian Abouhossein von der US-Bank JPMorgan aber zeigte sich von den Ertragserwartungen des Managements enttäuscht.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> trieb eine optimistische Studie der Commerzbank die Aktien des Hafenbetreibers HHLA <DE000A0S8488> mit plus 6,5 Prozent an. Die Anteilsscheine von Amadeus Fire <DE0005093108> schnellten um rund 7 Prozent in die Höhe. Der Personaldienstleister profitierte von einem deutlich besser gelaufenen Schlussquartal./la/mis

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---