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Aktien Frankfurt: Dax tiefer - Amazon trübt Stimmung, FMC und Fresenius hinten

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Freitag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Am Nachmittag verlor der Leitindex noch 0,80 Prozent auf 15 516,04 Punkte. Auf Wochensicht liegt er aktuell mit rund einem Prozent im Minus. Er kommt seit Juni per saldo kaum noch voran.

Schwächere Wachstumssignale des US-Online-Riesen Amazon <US0231351067> brachten vor dem Wochenende die Anleger ins Grübeln. Die meisten der großen Tech-Konzerne, die in den vergangenen Quartalen stark gewachsen seien, dürften es in nächster Zeit schwerer haben, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Die Stimmung trübten zudem die Verluste an den asiatischen Börsen sowie steigende Coronazahlen. Gute Quartalszahlen von Unternehmen wurden teils genutzt, um Gewinne einzustreichen.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte sank zuletzt um 0,48 Prozent auf 35 102,34 Punkte. Abwärts mit rund 0,6 Prozent ging es auch für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145>. Am New Yorker Aktienmarkt zeichnen sich zum Handelsstart am Freitag ebenfalls Verluste ab.

Hinten im Dax verloren die Titel des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) <DE0005785802> nach Zahlenvorlage 4,8 Prozent. Sie rissen die Anteile des Mutterkonzerns Fresenius <DE0005785604> mit nach unten mit einem Minus von vier Prozent, obgleich der Krankenhausbetreiber und Medizintechnikkonzern sich im zweiten Quartal unerwartet stark von den Belastungen der Corona-Pandemie erholt und deshalb seine Jahresziele angehoben hatte. FMC brockten hingegen negative Effekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auch im zweiten Quartal Umsatzeinbußen und einen noch erheblicheren Ergebnisrückgang ein.

Der weltweit größte Industriegase-Konzern Linde <IE00BZ12WP82> wird dank gut laufender Geschäfte immer zuversichtlicher für das laufende Jahr. Die Aktien gewannen 0,4 Prozent. Auch der Energiekonzern RWE <DE0007037129> rechnet im Jahr 2021 wegen eines starken Handelsgeschäfts im ersten Halbjahr mit einem besseren Ergebnis als bisher. Die Papiere legten um 0,3 Prozent zu. Die Titel des Triebwerkherstellers MTU <DE000A0D9PT0> verloren indes nach Zahlen 1,8 Prozent. Sie kommen seit Dezember unter dem Strich kaum vom Fleck.

Im MDax <DE0008467416> rückten der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub <DE0005790430> und der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers <DE000SHL1006> mit erhöhten Prognosen in den Blick. Anfangs schwach, drehten Fuchs Petrolub am Nachmittag ins Plus mit 1,9 Prozent. Siemens Healthineers schwankten nach ihrem Vortages-Rekordhoch zwischen Plus und Minus.

Die Titel des Maschinen- und Anlagenbauers Gea <DE0006602006> bauten ihr am Vortag nach Zahlen verbuchtes Kursplus um 1,6 Prozent aus. Für die Papiere des Gendiagnostik-Unternehmens Qiagen <NL0012169213> ging es nach Zahlen um 1,9 Prozent hoch. Die enttäuschenden Signale von Amazon belasteten hingegen Aktien von Onlinehändlern: Zalando <DE000ZAL1111> rutschten um 3,3 Prozent ab.

Der Euro <EU0009652759> kostete 1,1894 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,1873 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite erneut bei minus 0,50 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,02 Prozent auf 146,34 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> stieg um 0,02 Prozent auf 176,51 Punkte./ajx/jha/

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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