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Aktien Frankfurt: Dax steigt vor US-Zinsentscheidung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am Tag der US-Zinsentscheidung hat der Dax <DE0008469008> zugelegt. Am Mittwochnachmittag notierte das deutsche Leitbarometer 0,53 Prozent höher bei 13 166 Punkten. Die US-Notenbank dürfte am Abend ihre Zinswende fortsetzen.

Nach einem kräftigen Schritt im Juni wird mit einer abermaligen Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte gerechnet. Selbst eine noch stärkere Anhebung um einen ganzen Punkt scheint möglich. Allerdings haben sich zuletzt gleich mehrere Zentralbanker, auch solche mit straffer geldpolitischer Haltung, dazu eher ablehnend geäußert. Achten werden die Marktteilnehmer vor allem auf Aussagen zur weiteren Geldpolitik. Die Frage sei, ob die Notenbanker weiterhin auf ein aggressives Vorgehen gegen die Inflation setzten oder den sich eintrübenden konjunkturellen Perspektiven Rechnung trügen, hieß es von der Helaba.

Quartalszahlen und Ausblicke von Unternehmen stießen am deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte auf unterschiedliches Echo. So freuten sich die Anleger etwa über die Geschäftsentwicklung von Mercedes-Benz <DE0007100000>. Der Autobauer hob seine Ziele an, die Aktien gewannen 2,8 Prozent. Der Sportartikelhersteller Adidas <DE000A1EWWW0> hingegen enttäuschte mit einer Senkung der Prognose, die Papiere verloren viereinhalb Prozent.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen gewann zur Wochenmitte bislang 1,13 Prozent auf 26 358 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stand 0,7 Prozent höher.

Die Berichtssaison in Deutschland kommt nun richtig in Schwung. Puma SE <DE0006969603> erging es nach der Anhebung der Umsatzprognose besser als dem Rivalen Adidas, die Anteile rückten um 0,8 Prozent vor. Zudem hoben der Chemiekonzern BASF <DE000BASF111> und der Diagnostikspezialist und Labordienstleister Qiagen <NL0012169213> die Prognosen an. Qiagen notierten 0,4 Prozent höher. BASF hingegen standen im Minus mit 0,5 Prozent, hier ist der drohende Gaslieferstopp Russlands das Damoklesschwert.

Auch die Deutsche Börse <DE0005810055> wird nach einem starken Ergebnis im zweiten Quartal erneut etwas optimistischer. Die Aktien des Börsenbetreibers gewannen zwei Prozent. Die Vierteljahreszahlen der Deutschen Bank <DE0005140008> bezeichnete ein Börsianer als durchwachsen. Er lobte die Ertragsentwicklung, mahnte aber die hohen Kosten an. Die Papiere verloren mehr als zwei Prozent.

Trübere Perspektiven für die weltweite Autoproduktion stimmen den Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall <DE0007030009> vorsichtiger für das laufende Jahr. Am Gewinnausblick ändert sich aber nichts. In der Rüstungssparte läuft es weiter rund. Ihre zwischenzeitlich kräftigen Kursverluste holten die Rheinmetall-Aktien schnell wieder auf, zuletzt stiegen sie um 1,6 Prozent.

Das Medizin- und Strahlentechnikunternehmen Eckert & Ziegler <DE0005659700> meldete für das zweite Quartal einen Umsatz- und Ertragssprung. Die Papiere zogen um gut sieben Prozent an.

Der Euro <EU0009652759> legte etwas zu. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0151 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0124 Dollar festgesetzt.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen von 0,85 Prozent am Vortag auf 0,81 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,13 Prozent auf 136,82 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> sank um 0,03 Prozent auf 155,83 Zähler./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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