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Aktien Frankfurt: Dax rutscht ins Minus - Unsicherheit bleibt hoch

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt bleiben die Anleger nervös. Der Dax <DE0008469008> rutschte nach einem zunächst positiven Start bis zum Mittag in die Verlustzone. Zuletzt büßte der deutsche Leitindex 0,17 Prozent ein bei 15 339,14 Zählern, womit er seinen jüngsten Erholungskurs vorerst stoppte.

Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners macht im Dax derzeit einen "erbitterten Kampf zwischen Bullen und Bären" aus. Noch sei vollkommen offen, wer sich am Ende durchsetzen werde. Völlig unklar sei damit auch die zukünftige Richtung im Dax. "Wir sehen aktuell ein nervöses Hin und Her."

Am Dienstag war der Dax angesichts der Sorgen um eine anziehende Inflation und eine Verlangsamung des Konjunkturaufschwungs um mehr als zwei Prozent eingebrochen. Zur Wochenmitte hatten Schnäppchenjäger dem deutschen Leitindex zwar wieder etwas auf die Sprünge geholfen, doch vor den Verbraucherpreisen aus mehreren Ländern der Eurozone dürften sich viele Marktteilnehmer zunächst wieder zurückhalten.

Auch der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenwerte fiel gegen Mittag zurück und verbuchte ein leichtes Minus von 0,11 Prozent auf 34 483,27 Zähler. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone konnte sich hingegen gerade noch in der Gewinnzone halten.

Unter den Einzelwerten im Dax waren wie schon zuletzt wieder Corona-Gewinner aus dem Medizinbereich besonders gefragt. Aktien von Laborzulieferer Sartorius <DE0007165631>, Pharma- und Chemiekonzern Merck <DE0006599905> und dem Diagnostikunternehmen Qiagen <NL0012169213> und Siemens Healthineers <DE000SHL1006> etwa verteuerten sich um bis zu zwei Prozent.

Zu den Schlusslichtern im Index gehörten die Papiere der Deutsche Post <DE0005552004>, die auf ein Tief seit Mai rutschten, zuletzt stand hier noch ein Abschlag von knapp 1,6 Prozent. Dabei belastete eine Analyse der US-Investmentbank Goldman Sachs. Branchenexperte Patrick Creuset geht für den Konzern von einer etwas geringeren Gewinndynamik aus, senkte das Kursziel und strich die Aktie trotz beibehaltener Kaufempfehlung von seiner Empfehlungslliste.

Goldman-Experte Jonathan Kownator sieht unterdessen für die Immobiliengesellschaft Aroundtown <LU1673108939> in der Hotellerie Licht am Ende des Tunnels. Er sprach eine Kaufempfehlung für die Papiere aus, was ihnen mit knapp 1,5 Prozent Kursplus einen der vorderen Plätze im MDax bescherte. Die um knapp 6 Prozent nach einer Verkaufsempfehlung durch die Privatbank Quirin abgerutschten Papiere des Anlagenbauers Dürr konnten sich zuletzt mit minus 2,4 Prozent etwas fangen.

Papiere der Baumarktholding Hornbach schossen nach der Vorlage der Quartalszahlen auf ein Rekordhoch, zuletzt stand ein Kursplus von 11,5 Prozent auf der Anzeigetafel. Hier überzeugten die besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und noch etwas mehr Optimismus des Vorstands mit Blick auf die Jahresprognose.

Dagegen schlug in den hinteren Börsenreihen Knaus Tabbert <DE000A2YN504> mit einer zurückgezogenen Jahresprognose die Anleger in die Flucht. Die Papiere des Wohnmobilherstellers brachen auf ein Tief seit August ein, zuletzt betrug das Minus noch mehr als sieben Prozent. Das Unternehmen kämpft wegen der Halbleiterflaute mit Lieferengpässen und muss die Produktion an zwei Standorten vorübergehend stilllegen./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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