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Aktien Frankfurt: Dax-Rekordjagd geht weiter - erstmals über 14 500 Punkten

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat seine Rekordjagd auch zur Wochenmitte fortgesetzt. Am Nachmittag sorgten Preisdaten aus den USA beim deutschen Leitindex für einen zusätzlichen Schub. Zuletzt gewann der Dax 0,56 Prozent auf 14 518,61 Punkte. Derweil schaffte der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen nur ein Plus von 0,05 Prozent auf 31 638,84 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg um 0,63 Prozent auf 3809,72 Punkte. Hierzulande standen einmal mehr Unternehmens-Bilanzen im Fokus. Daneben bewegten Analysten-Studien.

An den beiden ersten Handelstagen der Woche hatte der Dax schon historische Bestmarken aufgestellt. Die Dynamik ließ im Verlauf aber etwas nach. Denn die positiven Effekte des billionenschweren neuen US-Hilfspakets für die weltgrößte Volkswirtschaft erschienen schon eingepreist, während die perspektivisch steigenden Anleiherenditen und die Inflationstendenzen die Stimmung belasteten, hieß es bei der Helaba. Es seien auch mit Blick auf die Konjunkturerwartungen bereits viele Vorschusslorbeeren verteilt und die Bewertungen nicht mehr günstig.

Die gute Aufnahme einer neuen Tranche von kurzlaufenden US-Anleihen habe die Inflationssorgen zunächst beruhigt, erklärte indes Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Zu sagen, dass sich der Markt langsam mit dem möglichen Belastungsfaktor Inflation anfreunde, wäre aber verfrüht. Am Mittwoch schürte zudem ein starker Anstieg der chinesischen Erzeugerpreise die Sorge vor weltweit steigenden Preisen. Dagegen stieg die Kernrate der US-Verbraucherpreise im Februar etwas weniger als prognostiziert.

Im Dax zählte Adidas <DE000A1EWWW0> mit einem Kursplus von gut vier Prozent zu den größten Gewinnern. Der Sportartikelhersteller Adidas <DE000A1EWWW0> will in den kommenden vier Jahren den Umsatz und die Profitabilität deutlich verbessern. Von 2021 bis 2025 erwartet Adidas im Schnitt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent pro Jahr.

Bayer-Papiere zogen mit dem Beginn eines Kapitalmarkttags an und verteuerten sich zuletzt um 3,3 Prozent. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern versprach den Anlegern für die kommenden Jahre Wachstum bei einer höheren Rentabilität.

Dax-Spitzeneiter waren indes die Titel der Deutschen Telekom <DE0005557508>: Sie gewannen dank einer neuen Kaufempfehlung der Citigroup rund 4,3 Prozent auf 16,08 Euro und erreichten den höchsten Stand seit dem Corona-Crash im Februar 2020. Citi-Analyst Georgios Ierodiaconou traut den Papieren in der Studie 18,50 Euro zu. "Die Telekom ist nicht überall führend, aber durchweg gut aufgestellt", erklärte er. Zudem sei der strategische Wert des Mobilfunkmasten-Portfolios unvergleichlich und biete eine Menge Optionen.

Dagegen halfen Delivery Hero <DE000A2E4K43> weder eine freundliche Studie der US-Bank JPMorgan noch positiv aufgenommene Zahlen von Konkurrent Just Eat Takeaway <NL0012015705>: Die Papiere des Essenslieferdienstes büßten als einer der größten Verlierer im Leitindex zwei Prozent ein. Von ihrem Zwischentief am Montag hatten sie sich davor allerdings auch um bis zu neun Prozent erholt.

Im MDax zählte Brenntag <DE000A1DAHH0> mit einem Kursanstieg von 3,7 Prozent zu den Favoriten der Anleger - die Aktien erreichten zudem ein Rekordhoch. Der Chemikalienhändler litt 2020 dank eines starken Schlussquartals nicht so stark unter der Corona-Krise wie von Experten befürchtet. Auch die vorgeschlagene Dividendenerhöhung überraschte positiv. Für das laufende Jahr zeigte sich Brenntag zwar weiter vorsichtig. Der Ausblick stieß bei Analysten aber ebenso wie die Zahlen auf ein positives Echo.

SDax-Schlusslicht war der Laserspezialist LPKF <DE0006450000> mit einem fast zehnprozentigen Kurseinbruch. Die Aktien litten unter der Ankündigung, dass Unternehmenschef Götz Bendele seinen zum 30. April auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Er wird neuer Chef von Süss Microtec.

Der Euro <EU0009652759> zeigte sich wenig bewegt und kostete zuletzt 1,1903 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1894 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,36 Prozent auf minus 0,35 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel um 0,06 Prozent auf 144,70 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> gewann 0,04 Prozent auf 171,32 Punkte./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---