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Aktien Frankfurt: Dax pendelt vor Corona-Gipfel um Marke von 14 000 Punkten

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kurz vor dem Krisen-Gipfel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie fehlt dem deutschen Aktienmarkt frischer Schwung. Der Leitindex Dax <DE0008469008> ringt mit der Marke von 14 000 Punkten, nachdem er am Montag noch ein Rekordhoch erreicht hatte. Zuletzt stand das Börsenbarometer 0,08 Prozent im Minus bei 14 000,30 Punkten.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte bewegte sich bei 32 279,90 Punkten kaum vom Fleck. Für den EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone ging es minimal nach oben.

In Deutschland werden die Länder wohl bald freie Hand für die Öffnung von Schulen und Kitas bekommen - der Lockdown aber könnte weitgehend bis Mitte März verlängert werden. Das sieht eine neue Vorlage für die Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Mittwoch vor. Das Papiere liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Zwar sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen rückläufig, Sorgen bereiteten jedoch die Virus-Mutationen, die auch hierzulande angekommen seien, schrieb Marktexperte Christian Henke vom Handelshaus IG. Eine Ausbreitung der Mutanten würde die für Sommer erwartete deutliche Konjunkturerholung und eine Rückkehr zur Normalität zeitlich nach hinten schieben, mit entsprechenden Folgen für die Finanzmärkte.

Derweil ging die Berichtsaison der Unternehmen in eine neue Runde. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte Thyssenkrupp <DE0007500001>: Der kriselnde Industriekonzern erhöhte nach einem überraschend erfreulichen Jahresstart die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21. Zuletzt zogen die Papiere an der MDax-Spitze um 7,5 Prozent an.

Die hohe Nachfrage nach seinen Corona-Tests und entsprechenden Analysegeräten bescherte dem Diagnostik- und Biotechunternehmen Qiagen <NL0012169213> im vergangenen Jahr einen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Anleger goutierten dies mit einem Plus von mehr als ein Prozent.

Unter den größten Verlierern im MDax fielen die Anteilsscheine von Hochtief <DE0006070006> um mehr als drei Prozent. Die australische Tochter Cimic <AU000000CIM7> schockte die Investoren unter anderem mit einer unerwartet niedrigen Gewinnprognose. Die Corona-Pandemie erschwert und verteuert aktuell die Umsetzung von Bauprojekten.

Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> sorgten mit Grenke <DE000A161N30> und mit Dic Asset <DE000A1X3XX4> zwei Aktien mit deutlichen Kursgewinnen für Aufmerksamkeit. Bei der Immobiliengruppe Dic Asset gaben eine überraschend hohe Dividende und starke Geschäftszahlen für 2020 Auftrieb: Die Papiere zogen um gut neun Prozent an.

Die Anteilsscheine von Grenke setzten an der SDax-Spitze ihre Erholung mit einem Plus von fast 17 Prozent fort. Am Montag war der Kurs noch um gut 30 Prozent eingebrochen, nachdem Vorstandsmitglied Mark Kindermann das Management mit sofortiger Wirkung verlassen hatte.

Grenkes Chefkontrolleur Ernst-Moritz Lipp wandte sich nun an die gebeutelten Investoren. In einem offenen Brief schreibt er, Vorstandsmitglied Kindermann sei wegen Kritik der Regulierungsbehörde Bafin abgetreten. Diese habe "Prozesse der internen Revision und der Compliance im Rahmen der laufenden Prüfungen" kritisiert. Keiner der Kritikpunkte lasse "unmittelbare Auswirkungen" auf die Bilanz oder die Gewinn- und Verlustrechnung des Leasingspezialisten erkennen, erklärte Lipp weiter./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---