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Aktien Frankfurt: Dax findet den Weg ins Plus - Software-Aktien gefragt

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Donnerstag seine frühen Verluste im Handelsverlauf wettgemacht und leicht zugelegt. Die Marke von 15 500 Punkten wurde wieder übersprungen, womit er dem wichtigsten US-Börsenindex Dow Jones Industrial <US2605661048> allerdings weiter hinterher hinkt. Dieser hatte am Vortag angesichts erfreulicher Quartalsberichte von Unternehmen eine Bestmarke erreicht. Der Dax ist indes noch ein gutes Stück von seinem Hoch entfernt.

Am Nachmittag legte der deutsche Leitindex um 0,06 Prozent auf 15 532,61 Punkte zu. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenunternehmen stieg um 0,48 Prozent auf 34 706,78 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> verlor zugleich 0,23 Prozent.

Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets begründete das Hinterherhinken des Dax im Vergleich zum Dow Jones mit den Energiepreisen. Diese schlügen in Deutschland weitaus heftiger auf die Verbraucher durch als in den USA. Deshalb habe sich die Börse hierzulande einmal mehr von der Wall Street abgekoppelt. "Die Anleger in Europa sorgen sich, dass die jüngsten Preisanstiege auf dem Energiemarkt nicht ohne Einbußen in den Unternehmensgewinnen und damit auch im Wirtschaftswachstum vorübergehen werden."

Dass der Dax inzwischen seine Eröffnungsverluste ausgleichen konnte und ins Plus gefunden hat, ist laut Andreas Lipkow von Comdirect insbesondere Aktien von Unternehmen aus nichtzyklischen Branchen und Wirtschaftssektoren zu verdanken - sprich Unternehmen, die weniger konjunkturabhängig sind. Klassische Zykliker wie Industrieunternehmen oder solche aus dem Stahl- und Baubereich standen dagegen weiter unter Verkaufsdruck.

Unter den Einzelwerten zogen im Dax die SAP <DE0007164600>-Aktien nach Details zu den bereits veröffentlichten Quartalszahlen um 1,8 Prozent nach oben und zählten damit zu den Favoriten der Anleger. Europas größter Softwarehersteller rechnet weiter mit starkem Wachstum seiner Kernsoftware in der Cloud. Außerdem wurde auf positive Signale von der Tochter Concur verwiesen, nachdem das auf die Abrechnung von Reisekosten spezialisierte US-Unternehmen durch die Corona-Pandemie schwer gebeutelt worden war.

Sartorius <DE0007165631> erholten sich an der Dax-Spitze mit plus 3,9 Prozent weiter von ihrem jüngsten Rückschlag. Nach den tags zuvor vorgelegten Quartalszahlen des Labordienstleisters und Pharmazulieferers folgten nun weitere positive Analystenurteile.

Im MDax setzten sich die Papiere der Software AG <DE000A2GS401> nach der Vorlage endgültiger Zahlen mit plus 2,6 Prozent ein wenig weiter von ihrem Tief seit Anfang Juni ab, das sie vor zwei Tagen erreicht hatten. Am Dienstag waren sie nach einem enttäuschenden Ausblick für das Digitalgeschäft steil auf Talfahrt gegangen. Nun lobte die US-Bank Goldman Sachs etwa den starken Mittelzufluss und die Entwicklung der operativen Ergebnismarge.

Rekordstände erreichten an diesem Tag die Aktien von Nemetschek <DE0006452907> und Amadeus Fire <DE0005093108>. In nur acht Handelstagen legten die Titel des Bausoftwareherstellers in der Spitze um fast 19 Prozent zu. An diesem Donnerstag ging es erstmals in der Unternehmensgeschichte auf über 96 Euro nach oben, was ein Plus von mehr als 3 Prozent bedeutet. Amadeus Fire stiegen bis knapp unter 197 Euro, nachdem der Personaldienstleister für die IT-Industrie seine Gewinnprognose für 2021 nun ein zweites Mal in diesem Jahr anhob.

Die stark steigenden Energiepreise belasteten indes zahlreiche Industrie-, Bau- und Rohstoffwerte. Mit einem Minus von 2,5 Prozent war die Bergbaubranche <EU0009658624> europaweit die mit Abstand schwächste. Hierzulande büßten etwa die Stahlaktien Salzgitter <DE0006202005>, Klöckner & Co <DE000KC01000> sowie Thyssenkrupp <DE0007500001> bis zu 2,5 Prozent ein. Das Papier des Industriekonzerns Siemens <DE0007236101> gaben am Dax-Ende um 2,5 Prozent nach. Anleger sorgten sich, weil steigende Kosten für Energie das globale Wachstum abwürgen könnten.

Der Euro <EU0009652759> stieg und wurde am frühen Nachmittag mit 1,1645 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwoch auf 1,1623 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite auf minus 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,18 Prozent auf 143,98 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> sank zuletzt um 0,02 Prozent auf 168,58 Punkte./ck/men

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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