Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.416,64
    +216,96 (+1,43%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.017,44
    +64,99 (+1,64%)
     
  • Dow Jones 30

    34.382,13
    +360,68 (+1,06%)
     
  • Gold

    1.844,00
    +20,00 (+1,10%)
     
  • EUR/USD

    1,2146
    +0,0062 (+0,51%)
     
  • BTC-EUR

    41.034,30
    +119,65 (+0,29%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.398,33
    +39,77 (+2,93%)
     
  • Öl (Brent)

    65,51
    +1,69 (+2,65%)
     
  • MDAX

    32.141,17
    +445,60 (+1,41%)
     
  • TecDAX

    3.327,80
    +43,22 (+1,32%)
     
  • SDAX

    15.642,43
    +189,34 (+1,23%)
     
  • Nikkei 225

    28.084,47
    +636,46 (+2,32%)
     
  • FTSE 100

    7.043,61
    +80,28 (+1,15%)
     
  • CAC 40

    6.385,14
    +96,81 (+1,54%)
     
  • Nasdaq Compositive

    13.429,98
    +304,99 (+2,32%)
     

Aktien Frankfurt: Dax-Erholung stockt angesichts des steigenden Euro

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag mit einer Erholung schwer getan. Nach der schwachen Vorwoche war der Leitindex Dax <DE0008469008> zunächst im frühen Handel um fast 1 Prozent gestiegen, bevor der Schwung angesichts des anziehenden Euro nachließ.

Der Euro profitierte von starken Einzelhandelsdaten aus Deutschland. Die Umsätze der Branche stiegen im März wesentlich stärker als erwartet. Sogar das Vorkrisenniveau vom Februar 2020 wurde überschritten. Ein steigender Euro aber kann die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft gefährden.

Am Mittag stand der Dax 0,15 Prozent tiefer bei 15 113,37 Punkten. Nach seinem Rekord bei 15 501 Punkten hatte das Börsenbarometer zuletzt ein wenig nach unten korrigiert. Im laufenden Jahr liegt es aber immer noch gut 10 Prozent vorn.

"Der Dax muss mal verschnaufen", urteilte Anlagestratege Christoph Geyer von der Commerzbank mit Blick auf den jüngsten Kursverlauf. Aktuell habe der Dax eine enge Seitwärtsspanne etabliert. Der kurzfristige Aufwärtstrend sei zur Seite verlassen worden, ohne dass Abwärtsdynamik aufgekommen sei.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen deutschen Werte fiel zum Wochenstart nach ebenfalls anfänglichen Gewinnen zuletzt um 0,15 Prozent auf 32 655,21 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gab leicht nach.

An diesem Montag standen hierzulande Unternehmen aus dem Umfeld des Dax-Konzerns Siemens <DE0007236101> im Fokus. So steigerte der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers <DE000SHL1006> den Umsatz im zweiten Geschäftsquartal deutlich. Dabei profitierte das Unternehmen auch von der hohen Nachfrage nach Covid-19-Antigenschnelltests. Zudem erhöhte Siemens Healthineers für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 (per 30. September) die Prognose. Die Aktien der Siemens-Tochter stiegen unter den Favoriten im MDax um 0,7 Prozent. Für die Papiere von Siemens ging es um 0,6 Prozent nach oben.

Der Windanlagenbauer Siemens Gamesa <ES0143416115> verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal eine bessere operative Entwicklung. Wegen der Verzögerung bei Projekten sowie der Verschiebung von Aufträgen jedoch kappte das zu Siemens Energy gehörende Unternehmen das obere Ende seiner Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 (Ende September). Die Verschiebungen hingen auch mit der anhaltenden Corona-Pandemie in wichtigen Märkten wie Indien oder Brasilien zusammen.

Die Aktien von Siemens Gamesa büßten in Madrid rund vier Prozent ein und die Anteilsscheine von Siemens Energy <DE000ENER6Y0> verloren im Dax fast ein Prozent. Im Sog dessen fielen die Papiere des Windanlagenbauers Nordex <DE000A0D6554> als Schlusslicht im MDax um mehr als drei Prozent.

An der Index-Spitze im MDax gewannen die Aktien von Lufthansa <DE0008232125> fast drei Prozent. Unternehmens-Chef Carsten Spohr kündigte im Gespräch mit der "Bild am Sonntag" an, dass die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings im Sommer mehr als 100 Urlaubsziele anfliegen wollen. Zudem ist der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, guter Dinge, dass die Deutschen im Sommer innerhalb Europas Urlaub machen können.

Für die Anteilsscheine von K+S <DE000KSAG888> ging es um gut ein Prozent in die Höhe. Der Düngerkonzern schloss den zum dringend notwendigen Schuldenabbau eingeleiteten Verkauf des amerikanischen Salzgeschäfts ab. Dabei floss dem Unternehmen etwas mehr Geld zu als erwartet./la/stk

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---