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Aktien Frankfurt: Dax erholt sich von Kursrutsch zum Wochenstart

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinem Kursrutsch zum Wochenstart bis nahe an die Marke von 15 000 Punkten hat sich der Dax <DE0008469008> am Dienstag gefangen. Der deutsche Leitindex stand am Nachmittag mit 1,52 Prozent im Plus bei 15 361,72 Zählern. Mit dem sich anbahnenden positiven Auftakt auch an der Wall Street kam zuletzt noch etwas mehr Zug in den Markt.

Die Sorgen vor einer Ausweitung der Krise des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande, die den Dax noch am Vortag zwischenzeitlich auf das tiefste Niveau seit Mai gedrückt hatten, schoben die Anleger damit vorerst beiseite.

Der MDax <DE0008467416> der mittleren Werte notierte zuletzt 0,70 Prozent höher bei 35 043,08 Punkten. Auf europäischer Ebene legte der Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> um 1,27 Prozent auf 4095,10 Zähler zu, nachdem er am Vortag noch auf das Niveau von Ende Juli zurückgefallen war.

Die Frage sei nun, ob die Erholung genügend Schwung entwickeln könne, hieß es am Markt. Experte Neil Wilson von Markets.com sieht zumindest einen noch stärkeren Risikoappetit der Anleger durch den Fed-Zinsentscheid zur Wochenmitte ausgebremst, von dem möglicherweise entscheidende geldpolitische Signale ausgehen werden.

Am deutschen Aktienmarkt nutzten Investoren die jüngsten Rücksetzer für Zukäufe. Nach ihrem zunächst verpatzten Dax-Debüt zogen die Papiere des Kochboxenversenders Hellofresh <DE000A161408> um mehr als drei Prozent an und gehörten damit zu den Index-Favoriten. Ähnlich stark verteuerten sich auch die Anteile an der ebenfalls frisch in den Dax aufgestiegenen VW <DE0007664039>-Dachholding Porsche SE <DE000PAH0038>. Auch Papiere der Autobauer konnten mit bis zu 2,2 Prozent für BMW <DE0005190003> zulegen.

Banken erholten sich ebenfalls vom tiefen Kursknick des Vortags. Während die Anteile an der Commerzbank <DE000CBK1001> um rund 3,4 Prozent zulegten, mussten sich Anleger der Deutsche Bank <DE0005140008> jedoch mit weniger als einem halben Prozent Plus zufrieden geben. Zu Wochenbeginn hatten beide Werte im Zuge der China-Sorgen jeweils fast acht Prozent eingebüßt.

Lufthansa dämmten ihre deutlichen Gewinne bis auf gut ein halbes Prozent ein. Im Einklang mit dem europaweit freundlichen Branchentrend waren die Papiere zeitweise auf das höchste Niveau seit Mitte August geklettert. Bei der Kranich-Linie hatten die Anleger tags zuvor schon mit deutlichen Kursaufschlägen die Kapitalerhöhung als Wegbereiter für eine baldige Unabhängigkeit vom deutschen Staat honoriert. Eine gestrichene Verkaufsempfehlung durch das Bankhaus Metzler sorgte nun für weiteren Rückenwind.

Gute Stimmung verbreitet darüber hinaus im ganzen Luftfahrtsektor, dass die USA vollständig geimpfte Ausländer etwa aus der EU oder Großbritannien wieder einreisen lassen will. Auch Anteile am Flughafenbetreiber Fraport <DE0005773303> legten mit rund 3,1 Prozent weiter zu.

Bechtle <DE0005158703> markierten unterdessen nach einer Kaufempfehlung der Schweizer UBS neuerlich einen Rekord und standen zuletzt mit knapp fünf Prozent im Plus. Der IT-Dienstleister habe sich in der Pandemie gut geschlagen und das Potenzial, die Markterwartungen zu übertreffen, schrieb Analyst Jad Younes in einer am Dienstag vorliegenden Studie.

Nach seinem Fall auf den tiefsten Stand seit etwa einem Monat zu Wochenbeginn legte der Euro <EU0009652759> wieder etwas zu. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1734 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag noch auf 1,1711 Dollar festgesetzt.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,38 Prozent am Vortag auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> fiel leicht um 0,01 Prozent auf 145,01 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> legte um 0,12 Prozent auf 171,90 Punkte zu./tav/jha/

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

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