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Aktien Frankfurt: Dax dämmt Gewinne ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ausflug des Dax <DE0008469008> über die Marke von 11 200 Punkten hat am Mittwoch nicht lang gedauert. Im frühen Handel war der Leitindex bis auf 11 217 Punkte gestiegen. Gegen Mittag dämmte er die Gewinne deutlich ein, wie das Plus von nur noch 0,14 Prozent auf 11 141,24 Punkte zeigt.

In der Vorwoche war der Dax nach Erreichen eines Hochs bei etwas über 11 370 Zählern zunächst bis auf 10 863 Punkte abgesackt, dann aber wieder auf den Erholungspfad geschwenkt. Die Rally seit Wochenbeginn geht den Anlegern nun offenbar etwas zu schnell.

Der MDax <DE0008467416> für die mittelgroßen Unternehmen legte zur Wochenmitte um 0,48 Prozent auf 23 814,25 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg um 0,18 Prozent.

Positive Signale aus den USA, die auf einen sich abschwächenden Handelskonflikt mit China und eine Vermeidung eines weiteren Regierungsstillstands schließen ließen, hatten den Börsen rund um den Globus zuletzt Auftrieb gegeben.

Die Berichtssaison geht hierzulande mit Zahlen von Unternehmen aus der zweiten Reihe weiter: Aurubis <DE0006766504>, Norma Group <DE000A1H8BV3> und Jenoptik <DE0006229107>.

Nach Kursverlusten im frühen Handel drehten die Aktien der Kupferhütte Aurubis rasch ins Plus und verteuerten sich zuletzt um 2,4 Prozent. Belastet von ungeplanten Produktionsausfällen habe Aurubis operativ dennoch solide abgeschnitten, sagten Analysten.

Die Papiere des Autozulieferers und Verbindungstechnikherstellers Norma Group verbuchten ein Plus von 3,8 Prozent. Jenoptik standen sogar 4,7 Prozent höher. Metro AG <DE000BFB0019> verloren indes 1,8 Prozent. Warburg Research und JPMorgan hatten die Anteile des Handelskonzerns abgestuft. Für die Anteile des Gabelstaplerproduzenten Kion <DE000KGX8881> ging es als bester MDax-Wert um 5,7 Prozent aufwärts nach einer vom Bankhaus Metzler ausgesprochenen Kaufempfehlung.

Vielbeachtet bleibt der Zahlungsabwickler Wirecard <DE0007472060>, der nun ins Visier von US-Sammelklägern gerät. Die Titel rutschten um 3,6 Prozent ab und waren im Dax damit auf dem letzten Platz. Die bereits am Vortag sehr schwachen Aktien von Thyssenkrupp <DE0007500001> weiteten ihre Kursverluste um 3 Prozent aus. Weitere Analysten hatten am Mittwoch ihre Kursziele für die Anteile des vor der Aufspaltung stehenden Stahl- und Industriekonzerns gesenkt. Ganz vorne im Dax waren HeidelbergCement <DE0006047004> mit plus 2 Prozent.

Unter den Nebenwerten legten die Anteile des Online-Möbelanbieters Home24 <DE000A14KEB5> um fast 8 Prozent zu. Das Unternehmen hält trotz der hinter den Erwartungen gebliebenen Entwicklung im vergangenen Jahr an seinen Zielen für das laufende Jahr fest. Zum Jahresende 2019 wollen die Berliner die Gewinnschwelle erreichen. Seit dem Börsengang im Jahr 2018 verlief die Kursentwicklung für Home24 ernüchternd./ajx/fba

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---